Mittwoch, 18. August 2021

Inflation in der Eurozone legte im Juli kräftig zu

Die Inflation im Euroraum hat im Juli kräftig zugelegt. Die Verbraucherpreise erhöhten sich binnen Jahresfrist um 2,2 Prozent, wie die Statistikbehörde Eurostat am Mittwoch mitteilte und damit eine erste Schätzung bestätigte. Seit Herbst 2018 ist das die höchste Inflationsrate.

Die Inflation in der EU ist deutlich gestiegen.
Die Inflation in der EU ist deutlich gestiegen. - Foto: © ANSA / SISKA GREMMELPREZ / STR
Im Juni war der Anstieg der Lebenshaltungskosten in der 19-Länder-Gemeinschaft noch bei 1,9 Prozent gelegen. Hinter dem Zuwachs stehen vor allem die Energiepreise.

Die Europäische Zentralbank (EZB) peilt mittelfristig eine Inflationsrate von 2 Prozent an. Sie geht heuer von einem weiteren Anstieg der Teuerung aus. Der Höhepunkt wird mit rund 3 Prozent zum Jahresende hin erwartet. Aus Sicht der Währungshüter ist der Inflationsanstieg aber ein vorübergehendes Phänomen.



Bereits für 2022 wird wieder mit schwächeren Inflationsraten gerechnet. Die EZB erklärt dies unter anderem mit Sondereffekten wie der vorübergehenden Senkung der deutschen Mehrwertsteuer im Jahr 2020.

Die Energiepreise nahmen im Juli binnen Jahresfrist um 14,3 Prozent zu. Im Juni lag der Anstieg noch bei 12,6 Prozent. Die Preise für Industriegüter ohne Energie erhöhten sich im Juli um 0,7 Prozent, die Preise für Dienstleistungen stiegen um 0,9 Prozent.

apa

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