Mittwoch, 31. Januar 2018

Inflation in der Eurozone schwächt sich weiter ab

In der Eurozone hat sich die Inflation Anfang des Jahres abgeschwächt. Im Januar seien die Verbraucherpreise um 1,3 Prozent gemessen am Vorjahresmonat gestiegen, teilte das europäische Statistikamt Eurostat am Mittwoch nach einer ersten Schätzung mit. Dies ist die niedrigste Inflationsrate seit vergangenem Juli.

Die Inflation bleibt weiter schwach. Daher hält die Europäische Zentralbank an ihrer extrem lockeren Geldpolitik fest.
Die Inflation bleibt weiter schwach. Daher hält die Europäische Zentralbank an ihrer extrem lockeren Geldpolitik fest. - Foto: © LaPresse

Damit entfernte sich die Inflation im Januar wieder ein Stück weit vom Zielwert der Europäischen Zentralbank (EZB), die mittelfristig eine Teuerung von knapp zwei Prozent anstrebt. Erst dann sieht die Notenbank die Preisstabilität als gewährleistet an. Seit geraumer Zeit versucht die Notenbank, das Ziel mit einer extrem lockeren Geldpolitik zu erreichen.

Analysten hatten zum Jahresauftakt aber mit einem stärkeren Rückgang der Inflationsrate auf 1,2 Prozent gerechnet. Im Dezember hatte die Teuerung im gemeinsamen Währungsraum bei 1,4 Prozent gelegen und im November bei 1,5 Prozent.
Bei der Preisentwicklung achtet die EZB besonders auf die Kerninflation, bei der schwankungsanfällige Preise für Lebensmittel und Energie ausgeblendet werden. Bei diesem Wert meldete Eurostat eine Teuerung um 1,0 Prozent, nach 0,9 Prozent im Dezember.

Obwohl sich die Wirtschaft in der Eurozone in einem robusten Aufschwung befindet, bleibt die Inflation weiter schwach. Daher hält die EZB an ihrer extrem lockeren Geldpolitik fest.

dpa

stol