Wie von Experten erwartet, könnte der Inflations-Zenit in Südtirol tatsächlich überschritten sein. Nach dem Hoch im Dezember des vergangenen Jahres, als die Teuerungsrate schwindelerregende 12,5 Prozent erreichte, reduzierte sie sich im Jänner auf 10,4 Prozent, im Februar auf 9,3 Prozent und nun auf 8,5 Prozent, wie aus Daten des Statistikamtes Istat hervorgeht. <BR /><BR /><i>Bevor Sie weiterlesen, stimmen Sie ab:</i><BR /><BR /> <div class="embed-box"><div data-pinpoll-id="234292" data-mode="poll"></div></div> <BR /><BR />Südtirol bzw. die Landeshauptstadt folgt damit dem Trend vieler europäischer Länder und auch Restitaliens, die sinkende, aber weiterhin viel zu hohe Inflationsraten vermelden. <BR /><BR /><embed id="dtext86-59187029_quote" /><BR /><h3> Teure Lebensmittel</h3>Der Rückgang bei der Inflationsrate lässt sich laut Georg Lun, Direktor des Wirtschaftsforschungsinstituts WIFO der Handelskammer Bozen, vorwiegend mit der allmählichen Normalisierung an den Energiemärkten begründen. <BR /><BR />„Die explodierenden Preise für Rohstoffe und Energie hatten die Inflationswelle in Gang gesetzt und in der Folge auch zahlreiche andere Produkte und Dienstleistungen verteuert“, so Lun. <BR /><BR />„Dass sich die Inflation trotz sinkender Energiepreise als zäher als erwartet erweist, hängt vor allem damit zusammen, dass die Lebensmittelpreise aktuell immer noch sehr stark anziehen. Bis sich das Ganze wieder auf einem normalen Niveau einpendelt, dürfte noch etwas dauern, leider geht das nicht so schnell“, glaubt er. <BR /><BR />„Die Tendenz dürfte aber im weiteren Jahresverlauf schon nach unten zeigen – bei Lebensmitteln und Konsumartikeln.“ Seine Inflationsprognose: „Ich erwarte schon einen Rückgang, ob wir am Ende des Jahres aber bei 4 oder 5 Prozent stehen werden, ist schwer zu sagen.“<h3> Bozen auf Platz 4</h3>Mit einem März-Wert von 8,5 Prozent reiht sich Bozen auf Platz 4 im italienweiten Ranking der Provinzhauptstädte ein. Rang 1 belegt Genua mit 9,8 Prozent, vor Palermo (8,7 Prozent) und Perugia (8,6 Prozent). Der Durschnitt betrug 7,6 Prozent. <BR /><BR />