<BR /><BR />Angetrieben wurde die Inflationsrate von den stark gestiegenen Energiepreisen. So legte der Preis für Heizöl im Vergleich zum April 2025 um rund 46 Prozent zu, jener für Dieselkraftstoff um 23,9 Prozent, wie aus den Daten des Statistikamtes der Gemeinde Bozen hervorgeht. Strom verteuerte sich um 5,8 Prozent.<BR /><BR />Gleichzeitig stiegen die Preise für Lebensmittel im Schnitt um 4,8 Prozent. So musste man zum Beispiel für Beeren rund 40 Prozent mehr bezahlen als noch vor einem Jahr, Fruchtgemüse – wie Tomaten, Paprika und Zucchini – kostete rund 29 Prozent mehr. Spürbar teurer wurde auch frisches Obst (plus 17,8 Prozent). Die Preise für Kaffee legten um zehn Prozent zu. <BR /><BR />In der Gastronomie und Hotellerie legten die Preise im Schnitt um knapp fünf Prozent zu. <h3> Butter und Flüge billiger als vor einem Jahr</h3>Dagegen sanken die Preise für Butter (minus zehn Prozent), pflanzliche Speiseöle (minus 7,9 Prozent) und Kindernahrung (minus 5,5 Prozent).<BR />Günstiger wurden im Jahresvergleich auch Flugreisen: Tickets für internationale Flüge verbilligten sich um 15,7 Prozent, jene für Inlandsflüge um 4,3 Prozent.<h3> Inflationsrate in Italien bei 2,7 Prozent </h3>Die Südtiroler Inflationsrate liegt damit deutlich über dem italienischen Durchschnitt von 2,7 Prozent. Im März hatte der Verbraucherpreisindex noch bei 1,7 Prozent gelegen.<BR />Hintergrund für den Preisschub ist der Iran-Krieg, der weltweit für eine Erhöhung der Energiepreise gesorgt hat. Die Europäische Zentralbank (EZB) geht davon aus, dass die Inflationsrate in der EU heuer noch auf rund vier Prozent steigen wird.