Donnerstag, 03. Mai 2018

Innovative Schnellladesäule für Elektroautos

Schnellladesäulen im Fokus: In den Laboren des NOI-Techparks werden neue Schnellladesäulen für Elektroautos einer beschleunigter Alterung unterzogen und extremen Umweltbelastungen ausgesetzt: Dabei prüfen die Forscher das Produkt 400 Stunden lang auf Funktionalität und Materialeigenschaften.

Für die Tests nutzen die Forscher von Eurac Research das sogenannte „Accelerated Life Testing Lab“. - Foto: Eurac
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Für die Tests nutzen die Forscher von Eurac Research das sogenannte „Accelerated Life Testing Lab“. - Foto: Eurac

Hypercharger heißen sie, sind 2 Meter hoch und unterscheiden sich auf dem internationalen Markt vor allem durch ihr geringes Volumen und die Leistungsfähigkeit, Elektroauto in Rekordzeit zu laden. Die Ladestationen der neusten Generation benötigen daher nur mehr eine halbe Stunde um ein Fahrzeug aufzuladen, im Vergleich zu den bisherigen eineinhalb Stunden.

Prüfung auf sektorspezifische Normen

Für die Tests nutzen die Forscher von Eurac Research das sogenannte „Accelerated Life Testing Lab“, in dem beschleunigte Lebenszyklen von Industrieprodukten wie Fotovoltaikmodulen, Kunststoffen und elektronischen Komponenten simuliert werden können, um zu beurteilen, wie sich ihre Leistungsfähigkeit im Verlauf der Nutzungsdauer ändert.

„Diese Tests sind für uns sehr wichtig, weil wir dadurch überprüfen können, ob unser Produkt den sektorspezifischen Normen entspricht“, erklärt Philipp Senoner, Geschäftsführer von alpitronic.

Die Forscher bei ihrer Arbeit. - Foto: Eurac 

Tests unter Extrembelastung

Das Gerät wird starken Umweltbelastungen ausgesetzt: „In unserem Labor haben wir das Produkt an mehreren Tagen Temperaturen von plus 55 Grad bis minus 30 Grad und einer variablen Luftfeuchtigkeit von bis zu 95 Prozent ausgesetzt. Schließlich testen wir auch, wie sich eine starke Bestrahlung von bis zu 1250 W/m2 über einen längeren Zeitraum auf die Widerstandsfähigkeit des Hyperchargers auswirkt“, erklärt Giorgio Belluardo, Forscher am Institut für erneuerbare Energien, der die Tests durchführt.

Die Ladestationen werden dabei in ausgeschaltetem Zustand, im Stand-By-Modus und beim Aufladen eines Elektrofahrzeuges mit unterschiedlicher Ladeleistung bis zu maximal 150 kW getestet.

stol

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