Montag, 12. September 2016

Internationaler Tag des Metallbaus in Bruneck

19 namhafte Unternehmen der Branche sind am vergangenen Freitag der Einladung des Südtiroler Traditionsunternehmens Grohe nach Bruneck gefolgt. Zum einen standen Top-Innovationen im Fokus, zum anderen gaben Experten Einblicke in aktuelle Entwicklungen der Metallverarbeitungsbranche.

Auch einige Schüler der Berufsfachschule für Metalltechnik in Bruneck nutzten den Internationalen Tag des Metallbaus, um sich zu informieren. - Foto: Brandmedia
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Auch einige Schüler der Berufsfachschule für Metalltechnik in Bruneck nutzten den Internationalen Tag des Metallbaus, um sich zu informieren. - Foto: Brandmedia

Mit 19 teilnehmenden Unternehmen aus u.a. Italien, Deutschland, Japan und den USA bot der Internationale Tag des Metallbaus die Gelegenheit, sich in Bruneck über die neueste Technik und aktuelle Innovationen zu informieren. So gab es auch einige Weltneuheiten zu entdecken: darunter einen Schlagbohrschrauber, dessen Einstellungen wie Drehmoment, Geschwindigkeit oder Anlaufgeschwindigkeit über das Smartphone geregelt werden können.

„Der Zuspruch war auch heuer wieder sehr positiv. Viele Metallverarbeiter aus ganz Südtirol haben die Möglichkeit genutzt, neueste Entwicklungen und Produkte kennenzulernen und sich untereinander auszutauschen. Erfreulicherweise waren auch etliche Schüler zugegen, etwa von der Berufsfachschule für Metalltechnik in Bruneck“, erläutert Gastgeber Karlheinz Grohe, der zudem betont: „Durch langjährige Partnerschaften und unsere Mitgliedschaft im Einkaufsverband für Metall in Italien und Deutschland ist es gelungen, zahlreiche Unternehmen von Weltruf nach Südtirol zu holen.“

Blick auf die Branche

Teilnehmer der Veranstaltung waren auch Gert Lanz, der Präsident des Landesverbandes der Handwerker (LVH), Heinz Neuhauser, Bezirksleiter Pustertal im Handels- und Dienstleistungsverband Südtirol, sowie Josef Schwärzer, LVH-Bezirksobmann Unterpustertal. 

Sie gaben Auskunft über aktuelle Entwicklungen der Branche. „Insgesamt geht es den Südtiroler Metallverarbeitern gut. Die Betriebe sind vorwiegend kleinstrukturiert, im Durchschnitt haben sie 3,3 Mitarbeiter. Die duale Ausbildung funktioniert hierzulande, damit ist die Qualität der Mitarbeiter relativ hoch. Etliche Unternehmen profitieren von der derzeitigen guten Stimmungslage, es wird viel gebaut“, erklärte Gert Lanz.

Herausforderungen ergeben sich dennoch einige: „Wir haben einen Fachkräftemangel, der Zugang zu Finanzierungen gestaltet sich oft nicht gerade einfach. Die Kredite wären momentan billig, sind für Unternehmer aber schwierig zu bekommen. Wichtig ist, dass der Großhandel die heimischen Handwerker durch Innovationen tatkräftig unterstützt“, konstatiert Heinz Neuhauser.

Die Wichtigkeit solcher Events

Gerade durch Events wie den Internationalen Tag des Metallbaus bei Grohe könne eine Symbiose geschaffen werden. „Um sich am Markt weiterhin gut behaupten zu können, bedarf es künftig vermehrt Kooperationen kleinerer Betriebe. Die Kompetenz in der Beratungsleistung ist etwa durch reine Internetangebote nicht zu ersetzen. Die richtige Mischung aus persönlicher Betreuung und Online-Shop ist von großer Bedeutung“, meinen Lanz und Neuhauser unisono.

stol

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