In der Sparte könnte das Institut einen Großteil seiner faulen Kredite in Höhe von 55 Mrd. Euro ausgliedern und abwickeln, schreibt die „Financial Times“ (Montag) unter Berufung auf mit den Planungen vertraute Personen.Intesa würde damit dem Beispiel vieler internationaler Konkurrenten folgen. So haben die deutsche Commerzbank und die Deutsche Bank Sparten gebildet, die problematische Finanzanlagen und einzustellende Geschäftsbereiche möglichst schnell und wertschonend abbauen sollen.In Österreich hat die staatliche Krisenbank Hypo Alpe Adria bisher eine „interne“ Bad Bank für faule Kredite. Zur akuten Abwicklung wird nun aber um eine „echte“ Bad Bank gerungen – entweder mit Bankenbeteiligung oder ohne Hilfe Dritter, also wieder rein staatlich. Letzteres scheint trotz anlaufender Banken-Verhandlungen immer noch wahrscheinlicher.Der „FT“ zufolge will der seit September amtierende Intesa-Chef Carlo Messina Ende März seine Umbaupläne vorlegen. Dazu zählten ein Verkauf der Beteiligungen an der Telecom Italia sowie der Fluggesellschaft Alitalia. Die Bank lehnte eine Stellungnahme auf Nachfrage der Zeitung ab.Die Entscheidung für eine institutseigene Bad Bank könnte aber auch in Italien Diskussionen über eine staatliche Bad Bank anheizen.In diese könnten Geldhäuser ihre Problempapiere auslagern, um wieder mehr Vertrauen der Märkte in ihre Stabilität zu gewinnen. Angesichts der Wirtschaftskrise in dem Land war der Bestand an faulen Krediten in den Bilanzen der dortigen Banken im November auf fast 150 Mrd. Euro gestiegen.Als problematisch gelten weniger die Großbanken Intesa und UniCredit als vielmehr die vielen kleineren Institute.apa/dpa-afx