Mittwoch, 05. Oktober 2016

Irrtümlich Anzeigen gekauft: Google erlässt Kind Riesenschulden

Der zwölfjährige Jose Javier musste tagelang zittern, bis endlich die Entwarnung kam: Der Internet-Konzern Google hat dem Buben aus dem südostspanischen Torrevieja Schulden in Höhe von gut 100.000 Euro erlassen.

Ein schneller Klick und schon ist das Unheil angerichtet: Weil ein Kind "nicht wusste, was es tat", als es bei Google Anzeigen im großen Stil kaufte, hat der Mega-Konzern dem 12-Jährigen nun seine Schulden erlassen.
Ein schneller Klick und schon ist das Unheil angerichtet: Weil ein Kind "nicht wusste, was es tat", als es bei Google Anzeigen im großen Stil kaufte, hat der Mega-Konzern dem 12-Jährigen nun seine Schulden erlassen. - Foto: © shutterstock

Er hatte als Benutzer von YouTube ohne es zu merken seit Anfang August Anzeigen gekauft, bis die hohe Summe zusammenkam. „Wir werden den ausstehenden Saldo annullieren“, teilte Google in Madrid nun aber unter Hinweis auf die Altersbeschränkungen bei der Benutzung bestimmter Dienste mit.

Mutter: „Er wusste nicht, was er tat“

Jose Javier wollte ein berühmter YouTuber werden und hatte auf der Google-Videoplattform Aufnahmen seiner Musikband hochgeladen. Und eben auch (via AdWords) Anzeigen gekauft und dabei sein Sparkonto angegeben.

„Er wusste nicht, was er tat. Er hat immer gedacht, dass er Geld verdient und nicht ausgibt“, sagte Mutter Inma der Zeitung „El Pais“ (Mittwochausgabe). Zu einem Freund habe sein Sohn gesagt, dass er bald reich werden und sich eine Luxusvilla kaufen würde.

apa/dpa

stol