Der Aufschwung war langsam, aber beständig und die Vorkrisenwerte rückten in immer greifbarere Nähe. Dies sind die Ergebnisse einer Umfrage mit dem Titel „Die Konjunktur im Nordosten - Im Brennpunkt die Region Trentino-Südtirol” - ein Forschungsprojekt, das von der Bank für Trient und Bozen (Gruppe Intesa Sanpaolo) gefördert und von der Fondazione Nord Est durchgeführt wurde.Positive Entwicklungen gab es in den Bereichen Produktion und Umsatz sowie beim Auftragsportfolio, das einige Prozentpunkte zulegen konnte. Unverändert präsentieren sich hingegen die Inlandsverkaufszahlen und der Beschäftigungsbereich. Weiterhin überwiegt die Zahl der Optimisten, was die Entwicklung der ersten Monate 2011 anbelangt. Das Vertrauensklima des Produktionssektors im Nordosten ist positiv, wenn auch etwas abgekühlt im Vergleich zu den Vorjahreswerten. So sind die Erwartungen für die Produktion und den Umsatz rückläufig. Stabil hingegen zeigen sich der Export- und der Beschäftigungsbereich. Erstmals seit 2008 ist dafür einen Zuwachs bei den Aufträgen aus dem Inland zu verzeichnen und der Prozentsatz jener, die mit steigenden Investitionen rechnen, übertrifft den Anteil der Pessimisten, die von einem Rückgang der Investitionen ausgehen. Aus der Umfrage betreffend die Aussichten für das erste Halbjahr 2011 ergibt sich ein weniger optimistisches Vertrauensklima bei den Unternehmern des Nordostens im Vergleich zur zweiten Jahreshälfte des Vorjahres. Die Zahl jener, die mit einem Zuwachs im Bereich der Produktion (29,6 Prozent der Befragten prognostizieren einen Zuwachs, 24,8 Prozent rückläufige Produktionsvolumen) und des Umsatzes (33,2 und 24,0 Prozent) rechnen, ist rückläufig. Während die Zahlen in der Provinz Bozen dem Gesamttrend im Nordosten entsprechen, erweisen sich die Erwartungen bezüglich des Produktionsvolumens (27,1 Prozent der Befragten erwarten einen Zuwachs, 12,1 Prozent einen Rückgang) und des Umsatzes (34,7 Prozent erwarten Zuwachs) in der Provinz Trient als pessimistischer als in den drei Venetien. In einigen Punkten ist ein Rückgang gegenüber der letzten Erhebung zu beobachten. 22,1 Prozent (gegenüber zuvor 31,4 Prozent) der befragten Unternehmer rechnen mit einem Produktionszuwachs, während 32,9 Prozent sich auf einen Rückgang einstellen (zuvor 26,3 Prozent); beim Umsatz gehen 37,2 Prozent von einem Minus aus, 5,4 Prozent hingegen hoffen auf einem Zuwachs.stol