Freitag, 08. September 2017

Italien beschlagnahmt 30 Millionen Dosen gefälschten Prosecco

Italien hat den Verkauf von 30 Millionen Dosen gefälschten Prosecco gestoppt.

Italien hat den Verkauf von 30 Millionen Dosen gefälschten Prosecco gestoppt.
Italien hat den Verkauf von 30 Millionen Dosen gefälschten Prosecco gestoppt.

Die Dosen, die als echter Prosecco angeboten wurden, hätten auf der chinesischen E-Commerce-Plattform Alibaba verkauft werden sollen, berichtete der italienische Landwirtschaftsminister Maurizio Martina auf Facebook.

Vorreiter im Kampf gegen Plagiatprodukte 

Italien sei Vorreiter im Kampf gegen Plagiatprodukte, meinte der Minister. „Italien ist das einzige Land, das mit den wichtigsten Web-Portalen wie Alibaba, eBay und Google zum Schutz typischer italienischer Lebensmittel abgeschlossen hat“, berichtete Martina.

Der Landwirtschaftsverband Coldiretti klagte, dass Prosecco der meistgefälschte italienische Wein sei. Das Geschäft mit gefälschten Produkten mit fantasievollen Namen wie „Semisecco“, „Consecco“ und „Whitesecco“ sei enorm und schade der italienischen Wirtschaft sehr. Durch den Online-Handel sei die Gefahr der Verbreitung von Plagiatprodukten noch größer geworden.

Geschützte Herkunftsbezeichnung für italienische Schaumweine

415 Millionen Flaschen beträgt die italienische Prosecco-Jahresproduktion, die sich im Ausland zunehmender Popularität erfreut. Der Absatz im Ausland kletterte 2016 um 25 Prozent.

Seit dem Jahr 2010 gilt Prosecco als geschützte Herkunftsbezeichnung für italienische Schaumweine („Spumante“) und Perlweine („Frizzante“) aus den italienischen Provinzen Venetien und Friaul-Julisch Venetien. Rund 20.000 Hektar an Rebflächen umfasst die Prosecco-Gegend.

Der Absatz von Prosecco boomte in den vergangenen Jahren unter anderem in den USA, Großbritannien und im deutschsprachigen Raum.

apa

stol