Ab dem 1. Januar 2022 ist die Übertragung von Bargeld und Inhaberschuldverschreibungen nur noch zulässig, wenn der Betrag unter 1000 Euro liegt: Dies teilt die Steuerdienststelle CAAF der CGIL-AGB mit.<BR /><BR />Das Verbot betrifft alle Transaktionen, die mit der Übertragung von Bargeld und Inhaberpapieren verbunden sind, die aus irgendeinem Grund zwischen verschiedenen Parteien (natürlichen und/oder juristischen Personen) durchgeführt werden und die zusammengenommen den gesetzlich festgelegten Schwellenwert von derzeit 2000 Euro (1000 Euro ab 1. Januar 2022) erreichen oder überschreiten.<BR /><BR /><b>Keine fiktive Aufteilung der Zahlungen erlaubt</b><BR /><BR />Marco Pirolo, Direktor der Steuerdienststelle CAAF der CGIL-AGB, informiert, dass alle Transaktionen, die in bar für Beträge über dem Schwellenwert stattfinden, als illegal angesehen werden. <BR /><BR />Das gilt auch für alle Transaktionen, die künstlich eine fiktive Aufteilung der Zahlungen in den Transaktionen einführen, um den gesetzlichen Grenzwert zu umgehen. So genannte gemischte Zahlungen sind hingegen erlaubt (diese finden teilweise mit verfolgbaren Mitteln und teilweise in bar statt), wenn der Bargeldanteil unter dem Schwellenwert liegt.<BR /><BR />Bargeldtransfers über dem Schwellenwert müssen über Banken, Poste Italiane Spa, E-Geld-Institute und Zahlungsinstitute gemäß dem in Artikel 49 des Gesetzesdekrets Nr. 231/2007 festgelegten Verfahren abgewickelt werden.<BR /><BR />Unbeschadet der Befugnis der Verwaltung, die Art der Transaktion konkret zu überprüfen, werden hingegen Einzahlungen auf und Abhebungen von dem eigenen Girokonto oberhalb des gesetzlichen Schwellenwerts, Transaktionen im Zusammenhang mit der Zahlung von Vergütungen für gelegentliche selbstständige Tätigkeiten sowie die Vergütung von Hausangestellten (während für alle anderen Arbeitnehmervergütungen das absolute Verbot der Barzahlung bestehen bleibt) und Zahlungen an die öffentliche Verwaltung, die stattdessen verpflichtet ist, alle Zahlungen über 1000 Euro auf nachvollziehbare Weise zu leisten, als rechtmäßig angesehen.<BR /><BR /> <a href="https://www.stol.it/artikel/wirtschaft/neue-bargeldgrenze-in-italien-es-drohen-drakonische-strafen" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">Welche Strafen bei Verstößen vorgesehen sind, lesen Sie hier.</a><BR />