Montag, 08. Juni 2020

Italien: BIP-Rückgang von 8,3 Prozent erwartet

Italiens Statistikamt Istat geht im Jahr 2020 von einem Rückgang der Wirtschaftsleistung von 8,3 Prozent aus. 2021 sollte es wieder zu einem Anstieg des Bruttoinlandprodukts (BIP) von 4,6 Prozent kommen, geht aus am Montag veröffentlichten Prognosen hervor.

Eine halbe Million Personen habe darauf verzichtet, eine Arbeit zu suchen.
Eine halbe Million Personen habe darauf verzichtet, eine Arbeit zu suchen. - Foto: © shutterstock
Die Coronaviruspandemie sei für die italienische Wirtschaft ein „präzedenzloser Schock“, der mit starker Ungewissheit verbunden sei. Das Statistikamt warnte vor den negativen Auswirkungen auf den Beschäftigungsmarkt und auf das Einkommen der Italiener. Eine halbe Million Personen habe darauf verzichtet, eine Arbeit zu suchen.

Istat geht davon aus, dass der Konsum der italienischen Familien 2020 um 8,7 Prozent einbrechen wird. Bei den Investitionen werde es zu einem Rückgang von 12,5 Prozent kommen. Die Ausgaben der öffentlichen Verwaltung werden um durchschnittlich 1,6 Prozent wachsen.

Istat geht von einem Rückgang der Ausfuhren von 13,9 Prozent im laufenden Jahr aus. 2021 soll es dann wieder zu einem Exportplus von 7,9 Prozent kommen. Bei den Importen geht Istat 2020 von einem Rückgang von 14,1 Prozent im Jahr 2020 und von einem Plus von 7,8 Prozent 2021 aus.

Zum Neustart der italienischen Wirtschaft hat die Regierung in Rom am Montag einen „Exportplan“ unterzeichnet. Dabei handelt es sich um eine groß angelegte Strategie, um den Export italienischer Unternehmen im Ausland zu fördern. „Wir haben die schwierigste Phase dieser Epidemie überwunden. Jetzt kann das Land mit Umsicht, aber viel Mut neu starten. Mit dem Export kann Italien endlich wieder wachsen“, erklärte Außenminister Luigi Di Maio.

apa

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