Montag, 12. Juli 2021

Italien denkt an Adria-Hochgeschwindigkeitsstrecke

Italien will das Hochgeschwindigkeitsnetz der Bahn ausdehnen. Die Regierung hat der Bahnnetzgesellschaft RFI nun eine Machbarkeitsstudie für eine Hochgeschwindigkeitsstrecke entlang der Adria in Auftrag gegeben, die von Bologna bis Lecce in der süditalienischen Region Apulien verlaufen soll.

Mit EU-Geldern soll auch die Schieneninfrastruktur modernisiert werden.
Mit EU-Geldern soll auch die Schieneninfrastruktur modernisiert werden. - Foto: © lie
Mit der Machbarkeitsstudie sollen die Kosten, die Fahrzeiten und die Möglichkeiten zur Steigerung des Waren- und Passagierverkehrs geprüft werden, sagte Vize-Verkehrsministerin Teresa Bellanova laut Medienberichten vom Montag.

Auch die Nord-Süd-Achse Turin-Mailand-Rom-Neapel soll ausgebaut werden. So soll eine Bahn-Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Neapel und der apulischen Hafenstadt Bari errichtet werden, die Ende 2023 eingeweiht werden soll. Damit soll die heutige Fahrzeit zwischen den beiden süditalienischen Städten von 4 auf 2 Stunden halbiert werden. Die Infrastruktur soll 5,6 Milliarden Euro kosten.

Italien will die Gelder des EU-Wiederaufbauprogramms „Recovery Plan“ zur Förderung großer Infrastrukturprojekte nutzen. Ein Teil davon wird für die Modernisierung des Bahnnetzes verwendet. Konkret sollen dem Bahnsystem in den nächsten Jahren 25 Milliarden Euro zufließen.

Investiert wird nicht nur in Hochgeschwindigkeit, sondern auch in Regionalverbindungen. Vorgesehen ist außerdem die Umgestaltung von 48 Bahnhöfen. Dank der Investitionen im Bahnbereich sollen 20.000 neue Jobs entstehen. De facto sind die Staatsbahnen der größte Investor Italiens.

stol/apa