Freitag, 28. Mai 2021

Italien denkt an Hochgeschwindigkeits-Strecke entlang der Adria

Italien will sein Bahn-Hochgeschwindigkeitsnetz ausdehnen. So hat die Regierung der Bahnnetzgesellschaft RFI eine Machbarkeitsstudie für eine Hochgeschwindigkeitsstrecke entlang der Adria gegeben.

Investiert wird nicht nur in Hochgeschwindigkeit, sondern auch in Regionalverbindungen.
Investiert wird nicht nur in Hochgeschwindigkeit, sondern auch in Regionalverbindungen. - Foto: © ANSA / Mourad Balti Touati / Z13
Davon sollten vor allem die infrastrukturmäßig benachteiligten süditalienischen Regionen profitieren, sagte Vize-Verkehrsministerin Teresa Bellanova laut Medienberichten vom Freitag.

Ein vorrangiges Ziel der italienischen Regierung sei es, die Qualität der Infrastruktur in Süditalien zu erweitern, sagte Bellanova. Italien will die Gelder des EU-Wiederaufbauprogramms „Recovery Plan“ zur Förderung großer Infrastrukturprojekte nutzen. Ein Teil davon wird für die Modernisierung des Bahnnetzes verwendet. Konkret sollen dem Bahnsystem in den nächsten Jahren 25 Milliarden Euro zufließen.

20.000 neue Jobs dank Investitionen im Bahnbereich

Investiert wird nicht nur in Hochgeschwindigkeit, sondern auch in Regionalverbindungen. Vorgesehen ist außerdem die Umgestaltung von 48 Bahnhöfen. Dank der Investitionen im Bahnbereich sollen 20.000 neue Jobs entstehen. De facto sind die Staatsbahnen der größte Investor Italiens.

Nachdem in den vergangenen Jahren stark in die Hochgeschwindigkeitsbahn auf der Nord-Süd-Achse Turin-Mailand-Rom-Neapel investiert wurde, sollen jetzt auch andere Städte besser angebunden werden.

Die Ausschreibungen für die Aufträge zur Modernisierung des Bahnnetzes sollen vereinfacht werden, sagte Bahnchef Gianfraco Battisti. Dank der Modernisierung der Infrastruktur sollen unter anderem Genua, Mailand und Turin enger vernetzt werden. 4 Milliarden Euro werden in Technologie investiert.

apa