Ein Bonus für berufstätige Mütter, den Einkauf oder für die Stromrechnung. Dies sind nur einige der Maßnahmen, die die italienische Regierung im Jahr 2024 umsetzen will.<BR /><BR />2,13 Milliarden Euro will die italienische Regierung im Jahr 2024 für Bonuszahlungen und finanzielle Anreize ausgeben. Dies berichtet die Nachrichtenagentur Ansa.<BR /><BR /> Laut Assoutenti, einem Verband, der sich für die Rechte der Verbraucher einsetzt, zielen diese Maßnahmen darauf ab, das Leben der Bürger zu erleichtern und gleichzeitig Nachhaltigkeit und Wirtschaftswachstum zu fördern. <h3> Geld für Mütter, Einkauf und Energiekosten</h3>Ein bedeutender Teil des Pakets ist der Bonus für berufstätige Mütter, der 800.000 Müttern bis zu 1700 Euro netto pro Jahr einbringen kann. Die Kosten dafür belaufen sich auf 570 Millionen Euro. Zudem wird die „Dedicata a te“-Einkaufskarte eingeführt, die Bürgern mit einem Einkommen unter 15.000 Euro zugutekommt und für den Kauf von Lebensmitteln und Gütern des täglichen Bedarfs genutzt werden kann. Für dieses Programm sind 600 Millionen Euro vorgesehen.<BR /><BR />Der „Bonus Trasporti“, ein Zuschuss von 60 Euro für öffentliche Verkehrsmittel, richtet sich an Bürger mit einem Einkommen bis zu 15.000 Euro. Auch Familien mit kleinen Kindern werden unterstützt: Der Bonus Kinderkrippe bietet bis zu 3600 Euro für Familien mit einem Einkommen bis zu 40.000 Euro, um öffentliche und private Kinderkrippen oder häusliche Betreuung für kranke Kinder unter 3 Jahren zu finanzieren. Hierfür sind 240 Millionen Euro vorgesehen.<BR /><BR />Ein weiterer wichtiger Aspekt ist der außerordentliche Zuschuss zu den Stromrechnungen für die ersten 3 Monate des Jahres 2024, der sich auf 200 Millionen Euro beläuft. In den Genuss dieser Maßnahme kommen allerdings lediglich Beziher des „Sozialen Elektrizitätsbonus für wirtschaftliche Härtefälle“. Der „Bonus Psicologo“, der psychische Gesundheitsdienste mit bis zu 1500 Euro unterstützt, hat ein Budget von 8 Millionen Euro und ist an Menschen mit einem Einkommen bis zu 50.000 Euro gerichtet.<h3> Kultur, Hauskauf und Elektroautos</h3>Die„ Carta Cultura“ und „Carta del Merito“, jeweils im Wert von 500 Euro, sollen kulturelle Aktivitäten und akademische Leistungen fördern, mit einem Gesamtbudget von 190 Millionen Euro. Die erste ist an das Einkommen gebunden (maximal 35.000 Euro), die zweite an das Erreichen der Höchstnote 100 in der Matiuraprüfung.<BR /><BR />Für junge Hauskäufer unter 36 Jahren wird es keine direkten Hypothekenboni mehr geben, aber eine staatliche Bürgschaft von bis zu 80 Prozent für Bürger unter 36 Jahren mit einem Einkommen von weniger als 40.000 Euro, die eine Finanzierung für den Kauf ihrer ersten Wohnung beantragen. Die Mittel belaufen sich auf 282 Millionen Euro.<BR /><BR />Für umweltfreundliche Initiativen gibt es den Bonus-Ladesäulen, der 80 Prozent der Kosten für die Installation von Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge bis zu einer Obergrenze von 1500 Euro für private Nutzer und 8000 Euro für Mehrfamilienhäuser abdeckt.<h3> Boni fürs Bauen</h3> Zudem plant die italienische Regierung umfangreiche Abzüge für nachhaltige Wohnungsbaumaßnahmen. Der Superbonus bleibt bestehen, allerdings mit einem maximalen Steuerabzug von 70 Prozent und ist ausschließlich Mehrfamilienhäusern vorbehalten. Der Sismabonus sieht ein Steuerabzug von 50 Prozent für einen Höchstbetrag von 96.000 Euro pro Immobilieneinheit vor. Der Abzug erhöht sich auf 70 oder 80 Prozent, wenn die Arbeiten zu einer Verringerung des seismischen Risikos um 1 oder 2 Klassen führen.<BR /><BR /> Der Ökobonus sieht 50 Prozent Abzug für Ausgaben von bis zu 60.000 Euro für den Austausch von Fenstern und Türen sowie von Sonnenschutzvorrichtungen oder Biomassekesseln vor. Im Rahmen des Möbelbonus soll es 50 Prozent Abzug für Ausgaben von bis zu 5000 Euro für den Kauf von Möbeln und bestimmten Haushaltsgeräten geben.