Die 6G-Technologie soll die derzeitigen 5G-Netze schrittweise ablösen. Dabei sollen Kommunikation, künstliche Intelligenz (KI) und Rechenleistung zunehmend miteinander verknüpft werden. Für die Nutzerinnen und Nutzer könnte dies fortschrittlichere Fernbetreuungsdienste, neue Werkzeuge zur Steuerung von Mobilität und Energieverbrauch sowie innovative Möglichkeiten zum Lernen und Arbeiten ermöglichen.<h3> Projekt läuft bis 2028</h3>„Die Herausforderung von 'MAGIC-6G' besteht darin, zu verstehen, welche Daten für eine bestimmte Aufgabe tatsächlich benötigt werden und wie sie zum richtigen Zeitpunkt übermittelt werden können“, erklärt Zanella. Als Beispiel nennt er zwei Roboter, die Seite an Seite in einer Fabrik arbeiten. Um sich koordinieren zu können, müssen sie die Bewegungen des jeweils anderen kennen. Eine Information, die zur Vermeidung einer Kollision erforderlich ist, kann dabei dringlicher sein als andere Daten.<BR /><BR />Das Projekt untersucht, wie das Netzwerk solche Prioritäten erkennen und die Kommunikation entsprechend anpassen kann. Damit sollen die Sicherheit erhöht, unnötige Datenübertragungen vermieden, Reaktionszeiten verkürzt und der Energieverbrauch reduziert werden. Das Team der Universität Padua entwickelt dazu mathematische Modelle und Algorithmen, mit deren Hilfe die Geräte entscheiden können, welche Informationen sie austauschen, wann diese übermittelt werden und wie sich die verfügbaren Ressourcen möglichst effizient nutzen lassen.<BR /><BR />Das Projekt „MAGIC-6G“ wird im Rahmen des EU-Forschungsprogramms Horizon Europe finanziert und läuft bis November 2028. Dem Konsortium zur Förderung des Projekts gehören Universitäten und Unternehmen aus mehreren Ländern an, darunter Nokia.