Montag, 16. März 2020

Italien macht 25 Milliarden Euro für die Wirtschaft locker

Die Regierung von Italiens Premier Giuseppe Conte ergreift erste Maßnahmen zugunsten von Berufskategorien, die von der Coronavirus-Epidemie besonders belastet sind.

Der italienische Staat will den von der Coronavirus-Krise besonders betroffenen Berufsgruppen unter die Arme greifen.
Der italienische Staat will den von der Coronavirus-Krise besonders betroffenen Berufsgruppen unter die Arme greifen. - Foto: © ROLAND SCHLAGER
10 Milliarden Euro sollen Familien und für Arbeitnehmern dienen, die unter Kurzarbeit gestellt werden müssen. Davon werden auch Unternehmer mit weniger als fünf Mitarbeitern dienen.

Selbstständige sollen einen monatlichen Bonus von 600 Euro erhalten. Vorgesehen ist die Aussetzung der Zahlung von Lohnnebenkosten, sowie der Mehrwertsteuer IVA. Geplant sind Stützungsmaßnahmen zugunsten verschiedener Wirtschaftsbereiche, darunter des Warentransports.

Circa 3 Milliarden Euro sollen dem Gesundheitssystem dienen. 1,15 Milliarden Euro werden für das öffentliche Gesundheitssystem locker gemacht, berichtete Wirtschaftsminister Roberto Gualtieri am Montag in Rom. 3,5 Milliarden Euro sollen dem Zivilschutz dienen. Die Regierung will dafür sorgen, dass die Prozeduren für die Anstellung von Sanitätern im öffentlichen Gesundheitswesen bis Juni abgeschlossen sind.

Vorgesehen ist auch die Einrichtung eines mit 600 Millionen Euro dotierten Fonds zur Unterstützung der schwer belasteten Luftfahrtbranche. Damit sollen Fluggesellschaften für die wegen der Coronavirus-Krise erlittenen Einnahmeverluste entschädigt werden. Für Alitalia erlaubt die Regierung die Einrichtung einer neuen vom Wirtschaftsministerium kontrollierten Gesellschaft, unter deren Aufsicht die Airline gestellt werden soll.

Berufstätige Eltern werden 15 Tage lang von der Arbeit fern bleiben können, um ihre Kinder zu betreuen, die derzeit nicht in die Schule gehen. Sie können als Alternative Vouchers für die Zahlung von Babysittern beanspruchen.

apa

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