Samstag, 19. März 2016

Italien: Mehr Touristen, weniger Umsatz

Zwischen 2001 und 2015 ist die Zahl der Touristen in Italien um 50 Prozent auf 53 Millionen gestiegen, doch der Umsatz ist nicht dementsprechend gewachsen.

Foto: © APA/EPA

Die Aufenthalte der ausländischen Besucher habe sich in diesem Zeitraum von 4,1 Tage auf 3,6 reduziert. Hinzu geben Ausländer weniger aus, geht aus einer am Samstag veröffentlichten Studie des Fremdenverkehrsverbands Confturismo hervor.

Hatten ausländische Touristen in Italien 2001 pro Aufenthalt noch circa 1.053 Euro ausgegeben, so sank dieser Betrag 2015 auf 670 Euro. Damit habe Italiens Tourismusbranche 38 Milliarden Euro verloren, ergab die Studie. 70 Prozent der Ausländer, die Italien besuchen, seien Europäer, in erster Linie Deutsche. Wachsend sei auch die Zahl der Touristen aus China und Russland.

Venetien zählt meiste Touristen

Die Hälfte der Ausländer, die nach Italien reisen, besuchen lediglich vier Regionen: Venetien, die Lombardei, die Toskana und Latium mit der Hauptstadt Rom. Lediglich 12 Prozent der Touristen würden Süditalien besuchen. Die meistbesuchte Region sei mit 20,5 Prozent Venetien, ergab die Studie.

Die Aussichten für Italiens Tourismusbranche in den nächsten Jahren seien positiv. Laut Confturismos Prognosen dürfe die Zahl der ausländischen Touristen dieses Jahr um 3,3 Prozent, 2017 um 3,6 Prozent und 2018 um 3,9 Prozent wachsen.

„Der Tourismus ist die einzige Wirtschaftsbranche, die auf der ganzen Welt wächst“, betonte der Confturismo-Präsident Luca Patane. Italien müsse sich verstärkt bemühen, die Länge der Aufenthalte der Touristen zu verlängern. Wichtig seien eine Politik zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit italienischer Tourismusunternehmen und Marketingkampagnen für Süditalien.

apa

stol