Samstag, 10. Juli 2021

Italien: Noch weit von Touristenzahlen vor der Pandemie entfernt

Die Sommerferien sind da und für viele geht es ab in den Urlaub. Italien ist anders als andere Mittelmeerländer spät in seine Touristensaison gestartet. Das spürt auch die Branche.

Die italienische Tourismusbranche spürt die Auswirkungen der Corona-Pandemie.
Die italienische Tourismusbranche spürt die Auswirkungen der Corona-Pandemie. - Foto: © shutterstock
In Italien hat der späte Beginn der Tourismussaison den Neustart des Urlaubssektors nach der Lockerung von Corona-Beschränkungen gebremst.

In dem Mittelmeerland seien die Beschränkungen der Bewegungsfreiheit später gelockert worden als etwa in den Konkurrenzländern Griechenland und Spanien, erklärte die Präsidentin des Verbands der Reiseindustrie Federturismo, Marina Lalli, der Deutschen Presse-Agentur.

„Seit Anfang Juni haben diese für den Tourismus geöffnet, und einen entscheidenden Monat mehr an den Urlauberströmen verdient“, sagte sie weiter. Eine Rolle für den langsamen Neustart spielten aber auch die wirtschaftlichen Unsicherheiten und die Angst vor den Varianten des Coronavirus.

Vor allem deutsche und österreichische Urlauber reisen nach Italien

Vor allem deutsche und österreichische Urlauber seien in den ersten Wochen wieder nach Italien zurückgekommen, erläuterte Lalli. Ein Vorteil für sie sei, dass sie zum Beispiel mit dem Auto anreisen könnten.

„Wir sind noch weit von den Zahlen der Sommersaison vor der Corona-Pandemie entfernt“, merkte der Verband an. Hoffnung setzt die italienische Tourismus-Industrie auf die Beschleunigung in der Impfkampagne, auf die Lockerung vieler Beschränkungen und auf den grünen Pass genannt.

Die Deutschen werden auch in diesem Jahr wieder die größte Gruppe an ausländischen Touristen stellen, erklärte das italienische Tourismusministerium auf Nachfrage. Die Deutschen seien der wichtigste Markt an Touristen aus dem Ausland. In der Region Trentino-Südtirol urlauben die Deutschen am häufigsten. Das meiste Geld geben sie aber in der Region Venetien aus.

Wie auch bei den einheimischen Urlaubern stehen aber die italienischen Inseln wie Sizilien und Sardinien, das Gebiet um den Gardasee und den Comersee sowie Adria-Küstenregionen hoch im Kurs.

Mehr Touristen als im Vorjahr erwartet


Nach dem harten Corona-Jahr für die Tourismusbranche rechnen Federturismo und das Tourismusministerium in diesem Jahr mit deutlich steigenden Ankunftszahlen von Touristen im Vergleich zu 2020.

Federturismo geht von 39 Millionen Ankünften in den Sommermonaten aus, was einem Anstieg von 11 Prozent verglichen mit dem Vorjahreszeitraum entspräche. Im Verhältnis zum Tourismus-Rekordjahr 2019 läge dieser Wert allerdings immer noch um mehr als 50 Prozent darunter.

dpa/stol

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