<BR />Knapp die Hälfte davon entfällt auf Norditalien, rund ein Drittel auf den Süden. Steuerausfälle aus dieser verdeckten Wirtschaft belasteten den Staatshaushalt massiv und erhöhten die Last für ehrliche Steuerzahler, warnte Panetta laut Medienangaben vom Dienstag.<h3> Seit 2011 sank BIP-Anteil um 2 Prozentpunkte</h3>Dennoch seien Fortschritte sichtbar: Seit 2011 sei der Anteil der Schattenwirtschaft an der gesamten Wirtschaftsleistung des Landes um 2 Prozentpunkte gesunken, die Zahl der irregulär Beschäftigten habe abgenommen und die Steuerhinterziehung sei im Verhältnis zum BIP um nahezu ein Drittel zurückgegangen. Diese Entwicklung sei nicht nur auf Reformen, sondern auch auf technologische Fortschritte und eine effizientere öffentliche Verwaltung zurückzuführen.<BR /><BR />Panetta mahnte jedoch weitere Reformen ein. Technologie könne die Kontrolle verbessern, müsse aber verantwortungsvoll eingesetzt werden. Notwendig seien Investitionen in digitale Systeme ebenso wie in qualifiziertes Personal, um diese Technologien effektiv nutzen zu können. Zugleich warnte er vor dem Missbrauch digitaler Instrumente: Im ersten Halbjahr seien in Italien mehr als 4.600 verdächtige Transaktionen im Zusammenhang mit Kryptowährungen registriert worden.<BR />Innovation bringe große Chancen, aber auch Risiken. <BR /><BR />„Der Einsatz mächtiger Technologien und großer Mengen persönlicher Daten birgt die Gefahr, dass Grundrechte verletzt werden“, betonte Panetta. Es sei Aufgabe des Gesetzgebers, das Gleichgewicht zwischen Fortschritt und Datenschutz zu wahren.