Donnerstag, 15. April 2021

Italien senkt Wachstumsprognose wegen Corona-Pandemie

Italien senkt wegen der Corona-Pandemie seine Wachstumsprognose für 2021. Das Finanzministerium der drittgrößten Volkswirtschaft der Eurozone geht nach Angaben vom Donnerstag nur noch von einem Plus beim Bruttoinlandsprodukt (BIP) in diesem Jahr von 4,5 Prozent aus, nachdem es im vergangenen Herbst noch 6 Prozent prognostiziert hatte.

Italien hat seine Wachstumsprognose gesenkt.
Italien hat seine Wachstumsprognose gesenkt. - Foto: © Shutterstock
Auch das Haushaltsdefizit soll mit 11,8 Prozent des BIP höher liegen als bei der früheren Prognose im Jänner mit 8,8 Prozent veranschlagt. Die Staatsverschuldung, die sich Ende 2020 auf 155,6 Prozent des BIP belief, wird der neuen Schätzung zufolge in diesem Jahr auf 159,8 Prozent und damit auf den höchsten Wert in der Nachkriegszeit klettern.

Italien gehört zu den EU-Ländern, denen die Corona-Krise besonders hart zusetzt. 2020 war die Wirtschaft um 8,9 Prozent eingebrochen und damit so stark wie noch nie in der Nachkriegszeit. Zum Vergleich: Die österreichische Wirtschaft schrumpfte um 6,6 Prozent, die deutsche Wirtschaft um 4,9 Prozent.

Darüber hinaus segnete das Kabinett in Rom ein neues milliardenschweres Paket zur Ankurbelung der schwächelnden Konjunktur ab. Die Regierung unter dem neuen Ministerpräsidenten Mario Draghi will die Wirtschaft in der Corona-Pandemie mit weiteren 40 Milliarden Euro unterstützen.

apa/reuters

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