Die Kosten für die Kreditausfallversicherungen (CDS) Italiens und Spanien legten zum Wochenauftakt angesichts des unklaren Ausgangs der Regierungsverhandlungen in Griechenland zu.Auch die Renditen der zehnjährigen Bonds dieser hochverschuldeten Länder zogen merklich an. „Das Risiko, dass Griechenland aus dem Euro austritt, besteht. Und sollte das passieren, steigt auch wieder die Ansteckungsgefahr für Länder wie Italien und Spanien“, sagte ING-Stratege Alessandro Giansanti.Fünfjährige Swaps zur Versicherung von spanischen Staatsanleihen stiegen auf ein Rekordhoch von 540 Basispunkten, wie der Datenanbieter Markit mitteilte. Damit beliefen sich die Kosten für die Versicherung von Anleihen über zehn Mio. Euro auf 540.000 Euro.Die CDS Italiens kletterten um 29 auf 483 Basispunkte. Die zehnjährigen Renditen des Landes lagen in der Spitze bei 5,938 Prozent, spanische bei 6,320 Prozent. Beide erreichten damit den höchsten Stand seit Anfang Dezember.Auch am Primärmarkt müssen Spanien und Italien zunehmend höhere Zinsen für ihre Bonds zahlen. Für ein spanisches 12-Monatspapier wurden am Montag 2,98 Prozent fällig, zuletzt hatte Spanien nur 2,623 Prozent berappen müssen.Italien zahlte bei einer Auktion von Bonds mit dreijähriger Laufzeit ebenfalls etwas mehr: Die Zinsen beliefen sich auf 3,91 Prozent nach 3,89 Prozent bei der vorherigen Auktion. Insgesamt werteten Analysten die italienische Emission aber als Erfolg: Angesicht der schwierigen Begleitumstände sei der Verkauf der Bonds geglückt – vor allem weil die Nachfrage gut gewesen sei, sagte Gianluca Ziglio von der UBS.Italien hat insgesamt 5,25 Mrd. Euro eingenommen und damit sein anvisiertes Höchstziel erreicht.