Zwar nimmt die Neuverschuldung ab, denn 2024 waren es noch 3,4 Prozent. Dennoch ist das EU-Ziel verfehlt worden. Länder mit einem zu hohen Defizit müssen sich der EU-Kommission gegenüber rechtfertigen. Strafen sind möglich.<BR /><BR />Das von Rom angestrebte Defizit von 3,0 Prozent hätte einen Weg aus dem Defizitverfahren der Brüsseler Behörde noch in diesem Jahr ebnen können, ein Jahr früher als geplant. Dies hätte der Regierung von Ministerpräsidentin Giorgia Meloni vor der Wahl 2027 mehr Spielraum bei den Ausgaben verschafft. Noch in der vergangenen Woche hatte Meloni erklärt, sie erwarte für 2025 ein Defizit von „unter drei Prozent“. Für das laufende Jahr 2026 peilt Italien 2,8 Prozent an.<BR /><BR />Die drittgrößte Volkswirtschaft der Euro-Zone wuchs 2025 um 0,5 Prozent, wie die Statistikbehörde weiter mitteilte. Dies entsprach dem zuletzt nach unten korrigierten Ziel der Regierung. Für dieses Jahr prognostiziert die Regierung in Rom 0,7 Prozent. Trotz europäischer Mittel für Investitionen aus den EU-Aufbaufonds nach der Corona-Pandemie wäre dies das vierte Jahr in Folge mit einem Wachstum von unter einem Prozent.<h3> Auch Staatsverschuldung nimmt zu</h3>Auch die Staatsverschuldung Italiens verfehlte 2025 das Ziel der Regierung. Sie stieg auf 137,1 Prozent des BIP, von 134,7 Prozent im Jahr davor. Dies ist nach Griechenland der zweithöchste Wert in der Eurozone. Die Regierung hatte für 2025 einen Wert von 136,2 Prozent angestrebt. Für dieses Jahr sind 137,4 Prozent vorgesehen.