Freitag, 29. April 2022

Italien: Wirtschaft zu Jahresbeginn geschrumpft

Die italienische Wirtschaft ist im ersten Quartal 2022 verglichen mit den 3 Monaten zuvor um 0,2 Prozent geschrumpft. Das teilte das Statistikamt Istat am Freitag mit. Die drittgrößte Volkswirtschaft der Eurozone schnitt damit genau wie von Experten erwartet ab, aber deutlich schlechter als Deutschland und Frankreich.

Eigentlich sollte die Wirtschaft heuer das Vorcoronaniveau wieder erreichen. - Foto: © pixabay

Erstmals seit dem vierten Quartal 2020 ist die italienische Wirtschaft damit wieder geschrumpft. Als Gründe gelten Belastungen durch die Coronavirus-Pandemie sowie die hohen Rohstoffpreise, eine Folge des Kriegs in der Ukraine.

Gegenüber dem wegen der Coronakrise sehr schwachen Vorjahreszeitraum ergab sich ein Plus von 5,8 Prozent. Experten beurteilen die Aussichten wegen des Krieges eher düster. Das Konsumklima hat sich bereits eingetrübt. Ministerpräsident Mario Draghi hatte zuletzt die Wachstumsprognose der Regierung für heuer von 4,7 auf 3,1 Prozent gesenkt. Das gilt aber immer noch als vergleichsweise optimistische Annahme.

Eigentlich sollte die Wirtschaft Italiens heuer das Vorcoronaniveau wieder erreichen. Das ist nun aber einigen Experten zufolge in Gefahr, eine Rezession könnte sogar drohen, also 2 Quartale in Folge mit schrumpfender Wirtschaftsleistung.

apa/reuters

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