Montag, 30. November 2020

Italiener setzen zu Weihnachten den Sparstift an

65 Prozent der Italiener wollen zu Weihnachten weniger als im Vorjahr für Geschenke und Gastronomie ausgeben. Lediglich ein Viertel der Befragten bleibt beim Umfang vom vergangenen Jahr, geht aus einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts IZI hervor.

Nach einer aktuellen Umfrage werden heuer unter den Christbäumen weniger teure Geschenke liegen.
Nach einer aktuellen Umfrage werden heuer unter den Christbäumen weniger teure Geschenke liegen. - Foto: © dpa-tmn / Karl-Josef Hildenbrand
45 Prozent der Italiener wollen aus Unsicherheit um die Entwicklung der Coronaviruskrise sparen. 35 Prozent schnallen den Gürtel enger, weil ihre Einnahmen infolge der Pandemie gesunken sind. Hatte jeder Italiener zu Weihnachten 2019 durchschnittlich noch 340 Euro ausgeben, so sollen es heuer 236 Euro sein, was einem Rückgang von 31 Prozent entspricht.

Der Onlinehandel profitiert vom Teil-Lockdown in mehreren italienischen Regionen. 46 Prozent der Italiener wollen zu Weihnachten auf Internetshopping setzen. 53 Prozent werden weiterhin in Geschäften einkaufen. Wegen der Anti-Covid-Maßnahmen fallen Christkindlmärkte heuer in Italien aus.

Auch bei der Gastronomie wird der Sparstift angesetzt. 33 Prozent der Befragten gaben an, sie werden beim Weihnachtsessen sparen. Im vergangenen Jahr hatten die Italiener 217 Euro für das Weihnachtsessen ausgegeben, heuer dürften es nicht mehr als 93 Euro sein.

Laut Angaben des Handelsverbands Confcommercio werden die Italiener zu Weihnachten 7,3 Milliarden Euro ausgeben, das sind 18 Prozent weniger als im Vorjahr. 74 Prozent der Verbraucher wollen Angehörige und Freunde beschenken, im vergangenen Jahr waren es noch 87 Prozent.

apa