Dienstag, 06. Oktober 2020

Italienische Bahn investiert in Hochgeschwindigkeitsstrecken

Die italienischen Staatsbahnen (FS) bemühen sich um eine schnellere Verbindung auf der West-Ost-Achse. Im lombardischen Lonato haben diese Woche die Bauarbeiten für die Bahn-Hochgeschwindigkeitsstrecke Brescia-Verona begonnen. Ein Konsortium der Baugesellschaften Saipem, Pizzarotti und ICM hat den Auftrag für den Bau der 48 Kilometer langen Bahnverbindung erhalten. Zur Strecke gehört auch eine 2,2 Kilometer lange Verbindung zur Bahnlinie Verona-Brenner.

Zur Strecke gehört auch eine 2,2 Kilometer lange Verbindung zur Bahnlinie Verona-Brenner.
Zur Strecke gehört auch eine 2,2 Kilometer lange Verbindung zur Bahnlinie Verona-Brenner. - Foto: © ANSA / RICCARDO ANTIMIANI
In Auftrag gegeben wurden die Bauarbeiten von der Bahnnetzgesellschaft der italienischen Staatsbahnen RFI.

„Diese Bahn-Hochgeschwindigkeitsstrecke entsteht in einer der am stärksten industrialisierten Regionen der Welt. Sie stärkt unsere Wettbewerbsfähigkeit“, berichtete Verkehrsministerin Paola De Micheli beim Spatenstich in Lonato unweit von Brescia.

Die neue Bahnlinie ist Teil des Mittelmeer-Korridors, der von Spanien über Südfrankreich, Norditalien, Slowenien, Kroatien bis zur ukrainischen Grenze verlaufen soll. Die Strecke verläuft parallel zur Autobahn A4 Mailand-Venedig. 2,5 Milliarden Euro kostet die neue Bahnlinie, mit der die Staatsbahnen die Bahn-Hochgeschwindigkeitsstrecke Mailand-Verona vollenden wollen. Die neue Bahnverbindung soll vor allem dem Güterverkehr zugutekommen.

„Von der Bahn-Hochgeschwindigkeit hängt ab, ob unsere Region in Europa wettbewerbsfähig sein kann oder nicht“, sagte der Präsident der Region Venetien Luca Zaia.

Die Staatsbahnen wollen weiterhin auf Bahn-Hochgeschwindigkeitsstrecken setzen. So ist auch der Bau einer neuen Linie zwischen Vicenza und Padua geplant.


apa/stol

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