Dienstag, 10. November 2020

Italienische Flughäfen fordern dringend Staatshilfen

Die italienischen Flughäfen sind wegen der Coronavirus-Epidemie mit einer präzedenzlosen Krise konfrontiert. Der Verband der italienischen Flughäfen „Assaeroporti“ bezifferte die Verluste für die italienischen Airports zwischen dem Beginn der Epidemie Anfang März und Ende September auf 1,5 Milliarden Euro

Italiens Flughäfen steht das Wasser bis zum Hals.
Italiens Flughäfen steht das Wasser bis zum Hals. - Foto: © shutterstock
Angesichts der hohen Verluste urgierte der Verband von der Regierung Staatshilfen in der Größenordnung von mindestens einer Milliarde Euro.

„Ohne finanzielle Unterstützung seitens des Staates schaffen wir es nicht bis zum Jahresende. Vielen kleineren Airports droht die Schließung. Dabei sind sie für die Mobilität von ganzen Regionen in Italien lebenswichtig. Die Gefahr ist die Isolierung von Großregionen in unserem Land“, warnte der Chef von Assaeroporti, Fabrizio Palenzona, im Interview mit der römischen Tageszeitung „La Repubblica“ (Dienstagsausgabe).

Der Verband forderte von der italienischen Regierung die Einrichtung eines Fonds zur Entschädigung der Verluste, die die Flughafenbetreiber heuer coronabedingt erlitten haben. Wichtig seien auch Stützungsmaßnahmen für das Flughafenpersonal. Tausende Arbeitsplätze seien gefährdet. Die italienischen Flughäfen beschäftigen 150.000 Personen.

Im Zeitraum März bis September 2020 habe das italienische Airportnetz 83 Prozent seiner Passagiere, 68 Prozent der Flugverbindungen und 33 Prozent des Frachtvolumens verloren. Bis Jahresende rechnen die Flughäfen mit einem Passagierrückgang von 70 Prozent auf 58 Millionen Personen.

apa