Freitag, 15. Januar 2021

Italienische Lokalinhaber rebellieren gegen Sperrstunde

Die italienischen Restaurantbetreiber fordern die Regierung in Rom heraus.

Trotz des Verbots hielten einige Lokale in Italien am Freitagabend ihre Lokale offen.
Trotz des Verbots hielten einige Lokale in Italien am Freitagabend ihre Lokale offen. - Foto: © shutterstock
Angesichts der Pläne, ab kommendem Sonntag Italienern zu verbieten, nach 18 Uhr Speisen in Bars und Lokalen abzuholen, schlossen sich viele Lokalinhaber von Mailand bis Palermo der Initiative #ioapro (Ich öffne) an. Trotz des Verbots hielten sie am Freitagabend ihre Lokale offen und luden Kunden ein, sie zu besuchen.

Gäste wurden aufgerufen, sich an die Tische der Restaurants zu setzen und Fotos mit den Lokalinhabern zu machen, die im Internet veröffentlicht werden sollen. Organisiert wurde der Protest von einigen Lokalinhabern über die sozialen Medien.

Als „rebellische Kochschürzen“ bezeichneten sich die Initiatoren des Protests. Ihnen drohe saftige Strafen. Die Initiative stieß bei den Gastronomieverbänden auf Kritik. Man dürfe nicht gegen die Anti-Corona-Maßnahmen verstoßen, die Gefahr sei der Lizenzentzug und hohe Strafen. „Man erreicht keine Resultate, indem man gegen die Gesetze revoltiert“, so der Branchenverband FIPE. Die größeren Verbände kündigten ein Treffen mit der Regierung am kommenden Montag an.

Laut dem Verband der Restaurant-Inhaber FIPE erwirtschaftete die Gastronomie vor der Coronapandemie einen Jahresumsatz von 21 Milliarden Euro. Sie beschäftigte italienweit 1,3 Millionen Personen.

apa