In den vergangenen drei Jahren sei die Zahl der Manager, die beruflich ins Ausland ziehen, um 40 Prozent gestiegen, ergab eine Untersuchung der internationalen Personalrekrutierungsfirma Amrop.Über 5.000 italienische Manager würden zurzeit im Ausland arbeiten, 75 Prozent davon in Westeuropa, vor allem in Frankreich, Großbritannien, der Schweiz und Deutschland.Ungewisse Perspektiven„Die Krise zwingt viele talentierte Manager nach Berufschancen im Ausland zu suchen, weil die Perspektiven in Italien durchaus ungewiss sind“, heißt es in der Studie. Die Wirtschaftskrise in Italien belastet immer stärker auch das Führungspersonal. Sparmaßnahmen und Pleiten im Zuge der Krise verfrachten auch Manager auf die Straße.Im „Annus Horribilis“ 2012 haben 13.000 Manager in Italien ihren Job verloren, das sind mehr als die Hälfte als im Jahr 2007, geht aus einer Studie des Managerverbands „Federmanager“ hervor. Besonders betroffen sind Manager in der industriestärksten Region Lombardei, die bisher als Wirtschaftsmotor Italiens galt.Fast 5.000 von ihnen haben hier 2012 ihren Job verloren. Meist handelt es sich um ehemalige Führungskräfte zwischen 55 und 58 Jahren, die wegen der Rezession in Italien große Schwierigkeiten haben, wieder Jobs zu finden.Höhepunkt erst für 2013 erwartet„Für die Beschäftigung der Manager ist dies die schlimmste Krise seit Jahrzehnten. 2013 wird weiterhin schwierig bleiben, weil die Arbeitslosigkeit in Italien einen Höhepunkt erreichen wird“, sagte Guido Carella, Präsident von Manageritalia. Weniger als fünf Prozent der Arbeitnehmer über 45 Jahren, die ihre Stelle verloren haben, finden wieder einen Job.Dies führe zu einer Verarmung des humanen Kapitals in den italienischen Unternehmen, die ohnehin schon im Vergleich zu Betrieben in anderen EU-Ländern weniger Manager einsetzen, warnte Carella.Wegen der hohen Zahl von Familienunternehmen zählt man in Italien einen Manager pro 100 Arbeitnehmer, in Deutschland und in Frankreich sind es drei Mal so viele, in Großbritannien fünf Mal so viele.apa