Donnerstag, 30. April 2020

Italiens BIP im 1. Quartal um 4,7 Prozent gefallen

Italien bekommt die Coronaviruskrise besonders hart zu spüren. Das Bruttoinlandprodukt (BIP) ist im 1. Quartal 2020 um 4,7 Prozent gegenüber dem Vorquartal eingebrochen. Gegenüber dem Vergleichsquartal 2019 betrug der Rückgang 4,8 Prozent, teilte Italiens Statistikamt Istat am Donnerstag mit.

Seit 1995 hat Italien keinen so starken Rückgang des BIP im 1. Quartal erlebt. (Symbolbild)
Seit 1995 hat Italien keinen so starken Rückgang des BIP im 1. Quartal erlebt. (Symbolbild) - Foto: © APA (Archiv/dpa) / Frank Rumpenhorst
Ein derart starker BIP-Rückgang sei seit dem 1. Quartal 1995 noch nie gemeldet worden, berichtete das Statistikamt, das von einem „außerordentlichen Einbruch“ sprach.

Der italienische Premier Giuseppe Conte kündigte am Donnerstag vor dem Parlament in Rom die baldige Verabschiedung eines milliardenschweren 3. Hilfspakets mit Stützungsmaßnahmen für Unternehmen und Familien an.

Damit soll auch Kurzarbeit finanziert werden. 15 Milliarden Euro dienen der Stützung von schwer betroffenen Wirtschaftssektoren, darunter Tourismus und Gastronomie. Mit über 27.000 Todesopfern ist Italien eines von der Coronavirusepidemie weltweit am stärksten betroffenen Länder.

apa

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