Die Regierung gehe laut Finanzminister Tria bei ihrer Wachstumsprognose von 0,2 Prozent für 2019 davon aus, dass es in der ersten Jahreshälfte zu einer leichten konjunkturellen Erholung komme, gefolgt von einem stärkeren Anziehen der Wirtschaft im zweiten Halbjahr.Das chronisch wachstumsschwache EU-Land Italien hat einen Schuldenberg in Höhe von mehr als 130 Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung angehäuft. Die Regierung aus rechter Lega und der populistischen Fünf-Sterne-Bewegung hat ihr Defizitziel zuletzt auf 2,4 Prozent der Wirtschaftsleistung nach oben korrigiert. Damit dürfte auf sie neuer Streit mit der EU-Kommission zukommen. Denn erst im Dezember hatte sich Rom nach langem Hin und Her mit Brüssel auf 2,04 Prozent festgelegt, nachdem die EU-Kommission ein Defizit von 2,4 Prozent als zu hoch abgelehnt hatte.Starker Gegenwind gegen höhere MehrwertsteuerFür den parteilosen Finanzminister Tria sei eine Erhöhung der Mehrwertsteuer nicht zu vermeiden, „aus Respekt vor den Zahlen - bis alternative Maßnahmen gesetzt werden“. Luigi Di Maio, Parteichef der 5-Sterne-Bewegung, sieht es hingegen völlig anders: „Solange unsere Partei in der Regierung sein wird, wird es keine Erhöhung der Mehrwertsteuer geben.“ Ähnlich klare Aussagen kommen auch von Lega-Chef Matteo Salvini: „Die Mehrwertsteuer wird nicht erhöht. Punkt.“ apa/reuters/ansa