Freitag, 29. Januar 2016

Italiens Finanzministerium: Bad Bank „hilfreicher Schritt“

Die mit der EU vereinbarte Abwicklungsgesellschaft für faule Kredite ist nach Ansicht des italienischen Finanzministeriums ein „hilfreicher Schritt“ zur Bewältigung der Probleme der Banken des Landes.

„Die Einigung erlaubt es uns, ein Instrument einzuführen, das sich mit der Strategie der Regierung zu den Reformen im Bankensektor verbindet“, sagte der Sprecher von Finanzminister Pier Carlo Padoan, Roberto Basso, der Deutschen Presse-Agentur.

Padoan hatte am Dienstag mit EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager vereinbart, dass die kriselnden Banken des Landes bei der Bewältigung risikobehafteter Kredite unterstützt werden sollen, teilweise auch mit staatlichen Garantien. Die Geldhäuser ächzen nach Jahren der Rezession unter faulen Krediten in Höhe von 200 Milliarden Euro, dies hatte zuletzt auch Ängste vor einer neuen Krise geschürt.

Basso räumte ein, dass die italienischen Institute im Hinblick auf die risikobehafteten Kredite „eine höhere Belastung als der europäische Durchschnitt“ hätten. „Aber das ist nicht das einzige Kriterium zur Beurteilung der Situation“, ergänzte er.

dpa

stol