Dieser hat von einigen Minderheitsaktionären einen 38,7-Prozentigen Anteil an der Fluggesellschaft aufgekauft. Damit hat er die komplette Kontrolle der Airline übernommen. Außerdem plant er eine Kapitalaufstockung, die der Airline eine lebenswichtige Finanzspritze von cirka 100 Millionen Euro bescheren soll. Damit soll die Pleite der krisengeschüttelten Fluggesellschaft abgewendet werden. Geschäftsführer Giuseppe Gentile wurde durch den Manager Roberto Scaramella ersetzt.Meridiana Fly kämpft nach der Fusion mit der Fluggesellschaft Air Italy im Jahr 2011 gegen eine schwere Krise. Aus dem Zusammenschluss ist eine Gruppe mit einem Umsatz von 800 Mio. Euro entstanden, die Marktführer bei den Flugverbindungen in Richtung Sardinien ist. Die Fluggesellschaft hat jedoch die Rezession in Italien hart zu spüren bekommen und ist nach Medienangaben an den Rande des Bankrotts geschlittert.Meridiana Fly ist nicht die einzige Fluggesellschaft, die die Auswirkungen der Rezession in Italien hart zu spüren bekommt. Die Fluggesellschaft Blue Panorama hat im Oktober angekündigt, ein Insolvenzverfahren in die Wege geleitet zu haben. Auch die Billigfluggesellschaft Wind Jet ist im Sommer in schwere Turbulenzen geraten. Die Airline stellte einen Sanierungsplan vor, der die Gründung einer neuen Gesellschaft und die Suche nach Interessenten für die Übernahme vorsieht. Die 2003 gegründete Wind Jet ist Italiens sechstgrößte Airline mit einem Anteil am heimischen Markt von 6,2 Prozent. Die Gesellschaft mit einer Flotte aus 12 Airbussen beförderte im vergangenen Jahr 2,8 Millionen Passagiere.Steigende Spritpreise, Flugsteuer und HochgeschwindigkeitszügeSteigende Spritpreise, Flugsteuer und die scharfe Konkurrenz der Hochgeschwindigkeitszüge nagen am Ertrag der Fluggesellschaften in Italien. Stark belastet ist auch der Ex-Monopolist Alitalia, der im ersten Halbjahr 2012 seine Verluste auf 201 Millionen Euro verdoppelt hat. Die Airline verliert 630.000 Euro pro Tag. Dabei hatte sich Alitalia das Ziel gesetzt, bis Ende 2012 die Gewinnschwelle zu überschreiten, die sie seit ihrer Privatisierung Ende 2008 noch nie erreicht hatte. Geschäftsführer Andrea Ragnetti kündigte strenge Ausgaben- und Personalkürzungen an, die seiner Ansicht nach notwendig seien, um der Krise Stand zu halten.Laut italienischen Medien führt Etihad Airways Gespräche mit Alitalia für den Erwerb eines Anteils an der krisengeschüttelten italienischen Airline. Etihad Airways ist bereits mit einem 29,1-prozentigen Anteil Großaktionär von Air-Berlin, außerdem hält die Airline eine dreiprozentige Beteiligung an Air Lingus, die demnächst aufgestockt werden könnte.Etihad hat im vergangenen Juli eine weitreichende Kooperation mit der wirtschaftlich angeschlagenen Air France-KLM in die Wege geleitet, die eine 25-prozentige Beteiligung an Alitalia hält. Für diesen Anteil hatten die Franzosen 320 Millionen Euro ausgegeben. #Air France-KLM hatte kürzlich jedoch Pläne zu einer Fusion mit Alitalia dementiert.Eine starke Belastung ist für Alitalia – neben Spritpreisen und Flugsteuer – die Konkurrenz von Billigflieger Ryanair, die im Vorjahr zur stärksten Fluggesellschaft im Land aufgerückt ist. Auch die Hochgeschwindigkeitszüge machen Alitalia zu schaffen.apa