Donnerstag, 11. Juni 2020

Italiens Gastronomie beklagt schwere Umsatzrückgänge

Italiens Gastronomie beklagt während der Coronakrise schwere Umsatzrückgänge. Die Einnahmen haben sich gegenüber Zeit vor der Epidemie halbiert.

Italiens Gastronomie wird schwer von der Krise getroffen.
Italiens Gastronomie wird schwer von der Krise getroffen. - Foto: © Südtirol Marketing
3 Wochen nach Ende des Lockdowns in Italien haben fast alle Restaurants, Cafés und Bars wieder geöffnet, sie beklagen jedoch erhebliche Umsatzrückgänge. Diese liegen bei durchschnittlich 53 Prozent gegenüber der Zeit vor dem Coronavirus, geht aus einer Umfrage des italienischen Gastronomieverbands FIPE hervor.

94,9 Prozent der Cafés und 89,4 Prozent der Restaurants sind nach Ende des Lockdowns am 18. Mai wieder in Betrieb. Die Lage bleibt jedoch in Sachen Beschäftigung schwierig. 31 Prozent der im Gastronomiebereich aktiven Unternehmen mussten ihr Personal halbieren.

Aus der Umfrage geht große Ungewissheit über die Zukunft hervor. 66,5 Prozent der Gastronomie-Betriebe sind der Ansicht, dass sie nicht wieder den Umsatz wie vor der Coronavirus-Epidemie erreichen werden. 53 Prozent beklagen den Ausfall von Touristen, vor allem aus dem Ausland. 46 Prozent bemängeln den Verlust italienischer Kunden.

„Ohne Stützungsmaßnahmen werden viele Betriebe bei halbierten Einnahmen nicht lange weitermachen können. Wir wissen, dass wir noch längere Zeit mit wenigen ausländischen Touristen zu rechnen haben, daher müssen wir verstärkt auf die inländische Nachfrage setzen. Diese muss mit Marketingkampagnen gefördert werden“, sagte der Vizepräsident von FIPE, Aldo Cursano.

apa