Donnerstag, 13. Oktober 2016

Italiens Hotelierverband beklagt „unloyale Konkurrenz“ durch Airbnb

Italiens Hotelierverband Federalberghi ist auf Kriegsfuß mit dem US-Zimmervermittlungsportal Airbnb. Das umstrittene Portal bot im August in Italien 222.786 Ferienwohnungen und Zimmer an. Im Jahr 2009 waren es lediglich 234. Allein in Rom würde Airbnb nun 23.898 Unterkünfte anbieten, die eine „unloyale Konkurrenz“ gegenüber den Hotels darstellen würden.

Italiens Hoteliers gehen auf Konfrontationskurs zu Airbnb.
Italiens Hoteliers gehen auf Konfrontationskurs zu Airbnb. - Foto: © shutterstock

Federalberghi-Präsident Bernabo Bocca klagte über zunehmender Steuerhinterziehung und Schwarzarbeit in der Touristikbranche wegen Airbnb. „Man muss klare Rahmenbedingungen zur Bekämpfung der Schattenwirtschaft im Tourismus schaffen“, verlangte Bocca. Bei Plattformen wie Airbnb und Wimdu gebe es ein rechtliches Vakuum. Dies gehe auf Kosten der Verbraucher, Anrainer und Steuerzahler und verzerre den Wettbewerb zur stark reglementierten Hotellerie.

Airbnb betreibt eine Plattform, die private Wohnungen oder Zimmer an Reisende vermittelt – und macht damit vor allem Hotels Konkurrenz. Der Dienst bekam in mehreren großen Städten wie New York oder Barcelona Probleme mit Regulierern.

apa

stol