Dienstag, 20. September 2016

Italiens Justiz lässt Ermittlungen gegen Notenbankchef fallen

Italiens Justiz stellt die Ermittlungen gegen Notenbankchef Ignazio Visco im Zusammenhang mit dem Kollaps und Verkauf der Banca Popolare di Spoleto (BPS) ein.

 Ignazio Visco
Ignazio Visco - Foto: © LaPresse

Wie aus Gerichtsdokumenten hervorgeht, die der Nachrichtenagentur Reuters am Dienstag vorlagen, ergaben sich keine Anhaltspunkte für die Anschuldigungen.

Gegen Visco und weitere sieben Mitstreiter war wegen möglichen Betrugs und Korruption ermittelt worden. Die BPS war nach Unregelmäßigkeiten 2013 unter Sonderverwaltung gestellt worden. Sie war dann auf Betreiben der Notenbank von dem Institut Banco di Desio e della Brianza geschluckt worden.

Dieses übernahm den Mehrheitsanteil im Rahmen einer auf sie zugeschnittenen Kapitalerhöhung, die den Wert anderer Minderheitsanteile drastisch schrumpfen ließ. Dagegen hatte sich eine Gruppe von 100 Aktionären bei der Staatsanwaltschaft beschwert. Sie argumentierten, die Notenbank habe ein besseres Offert eines anderen Anbieters ausgeschlagen.

apa/dpa

stol