Freitag, 04. März 2016

Italiens Notenbank bestraft 27 Manager wegen Etruria-Bankenpleite

Italiens Notenbank hat Strafen gegen 27 Personen in Zusammenhang mit der Pleite der Volksbank Etruria verhängt. Die Strafen in Höhe von 2,2 Millionen Euro wurden unter anderem gegen den Generaldirektor und andere Manager des Geldhauses verhängt, darunter die beiden Verwaltungsratspräsidenten und gegen den ehemaligen Vizepräsidenten Pier Luigi Boschi, Vater der Reformministerin Maria Elena Boschi.

Foto: © LaPresse

Weil der Bank Etruria und drei anderen Regionalbanken nach erheblichen Kreditausfällen Kapital fehlte, beschloss die Regierung von Premier Matteo Renzi im November einen Rettungsplan in Höhe von 3,6 Milliarden Euro.

Das dafür nötige Geld stammt aus einem privaten Fonds, an dem gesunde Kreditinstitute wie die Bank-Austria-Mutter UniCredit oder Intesa Sanpaolo beteiligt sind.

Die faulen Kredite wurden in eine Bad Bank ausgelagert. Die vier Institute werden jetzt rekapitalisiert und sollen verkauft werden. Die Regierung richtete zuletzt einen mit 100 Mio. Euro dotierten Solidaritätsfonds zur Entschädigung der Kleinsparer ein. Im Zuge der Bankenpleite haben tausende Kleinanleger ihre Ersparnisse verloren.

apa

stol