Mittwoch, 31. Mai 2017

Italiens Notenbankchef: „Euro-Austritt wäre keine Lösung“

Laut dem italienischen Notenbankchef Ignazio Visco wäre Italiens Austritt aus dem Euroraum keine Lösung für die wirtschaftlichen Probleme des Landes.

Laut dem italienischen Notenbankchef Ignazio Visco wäre Italiens Austritt aus dem Euroraum keine Lösung für die wirtschaftlichen Probleme des Landes.
Laut dem italienischen Notenbankchef Ignazio Visco wäre Italiens Austritt aus dem Euroraum keine Lösung für die wirtschaftlichen Probleme des Landes. - Foto: © LaPresse

„Es ist eine Illusion zu denken, dass außerhalb der Währungsunion unsere Wirtschaftsprobleme einfacher zu lösen wären. Der Euro-Austritt würde nicht die strukturellen Schwächen unserer Wirtschaft lösen“, so Visco.

Mit einem Euro-Austritt Italiens wäre eine „akute Instabilitätsgefahr“ verbunden. Ein Austritt würde nicht zur Eindämmung von Italiens gewaltiger Staatsschuld beitragen, warnte Visco.

Der Notenbankchef zeigte sich auch wegen politischer Instabilität in Italien besorgt, äußerte jedoch die Hoffnung, dass das Land seinen Neustart finden werde. In Italien scheinen vorgezogene Parlamentswahlen im Oktober möglich.

Die Arbeitslosigkeit sei das schwierigste Erbe der langen Krisenjahre. 2014 betrug die Arbeitslosigkeit 13 Prozent, doppelt so viel als 2007. Die Jugendarbeitslosigkeit habe sich von 20 auf 40 Prozent verdoppelt.

Bis Italiens Bruttoinlandsprodukt (BIP) wieder das Niveau wie vor der Krise 2007 erreichen werde, werden noch mehrere Jahre vergehen, so Visco.

apa

stol