Dienstag, 24. Oktober 2017

Italiens Privatbahn NTV will 2018 an die Börse gehen

Italiens erste mehrheitlich private Bahngesellschaft NTV, einziger Konkurrent der Staatsbahnen FS im Bahn-Hochgeschwindigkeitsbereich, will 2018 an die Börse gehen. Dies betonte Verwaltungsratschef und Konzerngründer Luca Cordero di Montezemolo nach Medienangaben.

NTV will an die Börse.
NTV will an die Börse. - Foto: © LaPresse

Der Börsengang soll die Krönung einer Umstrukturierungsphase werden, die zu einer Rekapitalisierung von 100 Mio. Euro 2015 geführt hatte. Das Unternehmen hat 2016 erstmals Gewinne geschrieben.

Die NTV-Gruppe hat mit der Preispolitik der FS zu kämpfen, die günstige Angebote an Bord ihrer Hochgeschwindigkeitszüge „Frecciarossa“ anbietet. NTV ist mit den roten „Italo“-Zügen auch auf der Nord-Süd-Achse zwischen Mailand und Neapel unterwegs und will jetzt auch im regionalen Bahnverkehr aktiv werden.

„Ferrari auf Schienen“

1,1 Mrd. Euro hat die private Bahngesellschaft 2012 in ihren Start investiert. 620 Mio. Euro wurden für die Züge ausgegeben, die wegen ihrer roten Farbe gern als „Ferrari auf Schienen“ bezeichnet werden. NTV steigerte ihren Umsatz im ersten Halbjahr 2017 gegenüber dem Vergleichszeitraum 2016 um 25,5 Prozent auf 219,2 Mio. Euro. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) kletterte um 54,9 Prozent auf 65,1 Mio. Euro.

 

apa

stol