Mittwoch, 31. Mai 2017

Italiens Rettungsfonds will kein weiteres Geld in Krisenbanken pumpen

Italiens Rettungsfonds Atlante will den Krisenbanken Banca Popolare di Vicenza und Veneto Banca vorerst nicht mit zusätzlichen Mitteln unter die Arme greifen. Atlante hat einer entsprechenden Anfrage der Institute am Dienstag eine Absage erteilt.

Die Bedingungen für weitere Investitionen seien derzeit nicht erfüllt, erklärte der Fonds.
Die Bedingungen für weitere Investitionen seien derzeit nicht erfüllt, erklärte der Fonds. - Foto: © shutterstock

Die Bedingungen für weitere Investitionen seien derzeit nicht erfüllt, erklärte der Fonds.

Die Banken hatten staatliche Hilfe angefordert, um eine Finanzierungslücke von 6,4 Milliarden Euro zu überbrücken. Die EU-Kommission erklärte, zunächst müssten die Geldhäuser zusätzlich eine Milliarden Euro bei privaten Investoren einsammeln, bevor die Steuerzahler für die Rettung der Banken angezapft werden könnten.

Atlante hat seit seiner Gründung im vergangenen Jahr bereits 3,4 Milliarden Euro in die beiden Geldhäuser gesteckt. Damit stehen dem Fonds nach eigenen Angaben nur noch weitere 50 Millionen Euro an Mitteln zur Verfügung.

Atlante war ins Leben gerufen worden, um den Krisenbanken des Landes unter die Arme zu greifen. Sie sitzen auf einem riesigen Berg fauler Kredite.

apa/reuters

stol