Mittwoch, 16. Januar 2019

Italiens Verkehrsminister für Verstaatlichung der Autobahnen

Der italienische Verkehrsminister, Danilo Toninelli will sich für die Verstaatlichung der italienischen Autobahnen einsetzen. „Die Verstaatlichung der Autobahnen zählt zu den Plänen dieser Regierung“, betonte Toninelli in einem Interview mit dem TV-Sender „La 7“ am Mittwoch.

Der italienische Verkehrsminister, Danilo Toninelli will sich für die Verstaatlichung der italienischen Autobahnen einsetzen.
Der italienische Verkehrsminister, Danilo Toninelli will sich für die Verstaatlichung der italienischen Autobahnen einsetzen. - Foto: © APA/ANSA

Neue Autobahnkonzessionen sollen an Konsortien von Lokalverwaltungen vergeben werden. „Autobahnen sind ein Monopol, die Betreiber haben mit den Mauten enorm verdient, doch sie haben Katastrophen nicht vermeiden können“, so Toninelli.
Der Minister machte bereits nach dem Einsturz der Morandi-Brücke in Genua im August mit 43 Todesopfern den Autobahn-Betreiber „Autostrade per l ´Italia“ (ASPI) für die Katastrophe verantwortlich.

„Autostrade per l ´Italia“ ist eine Gesellschaft unter Kontrolle der börsennotierten Infrastrukturholding Atlantia im Besitz der Unternehmerfamilie Benetton. Das Unternehmen habe Milliarden Euro an Maut eingenommen, das Geld aber nicht wie vorgesehen für Sicherheit und Instandhaltung eingesetzt, bemängelte Toninelli.

Die Autobahngesellschaft weist den Vorwurf zurück. Die aus den 1960er-Jahren stammende Brücke sei gemäß den gesetzlichen Vorgaben alle 3 Monate kontrolliert worden, erklärte das Unternehmen.

apa

stol