Samstag, 28. November 2020

Italiens Wintertourismus erwartet Umsatzrückgang von 70 Prozent

Wegen des von der italienischen Regierung geplanten Skiurlaub-Verbots über die Weihnachtszeit droht Italiens Wintertourismus ein Umsatzrückgang von 70,2 Prozent gegenüber der vergangenen Saison.

Der Wintertourismus macht einen Anteil von 11 Prozent des gesamten italienischen Fremdenverkehrs aus.
Der Wintertourismus macht einen Anteil von 11 Prozent des gesamten italienischen Fremdenverkehrs aus. - Foto: © shutterstock
In der Vorsaison hatte der Wintertourismus in Italien noch 10,4 Mrd. Euro generiert. Sollte die Wintersaison erst Mitte Jänner 2021 beginnen, würde der Umsatz lediglich 3,1 Milliarden Euro betragen, geht aus einer am Samstag veröffentlichten Prognose des Instituts JFC hervor.
JFC gibt jährlich einen Bericht zur Lage des italienischen Wintertourismus bekannt. Der Wintertourismus macht einen Anteil von 11 Prozent des gesamten italienischen Fremdenverkehrs aus.

Laut Franco Locatelli, Präsident von Italiens Oberstem Gesundheitsrat (CTS), der die Regierung in Sachen Coronavirus-Pandemie berät, sinkt die Zahl der Neuansteckungen in Italien zwar, die Lage sei jedoch nicht so entspannt, dass eine Öffnung der Skianlagen während der Weihnachtsfeiertage zugelassen werden könne. Locatelli äußerte die Hoffnung, dass sich auch andere EU-Partner, darunter Österreich, als Maßnahme zur Eingrenzung der Pandemie zu einem Skiverbot über die Weihnachtszeit entscheiden.

Der italienische Außenminister Luigi Di Maio bezeichnet die Diskussion über ein Skiurlaubsverbot während der Weihnachtszeit als „surreal“. „Nicht Ski fahren zu dürfen, ist kein Opfer. Diese Diskussion um den Winterurlaub ist surreal“, so Di Maio im Interview mit dem TV-Kanal „Rete 4“.

apa/stol