Montag, 06. September 2021

Italiens Wirtschaft 2022 auf dem Weg zu Vor-Krisen-Niveau

Die von der Corona-Pandemie gebeutelte Wirtschaft Italiens dürfte sich im ersten Halbjahr 2022 wieder auf Vor-Krisen-Niveau erholen. Zu diesem Ergebnis kommt die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) in einem am Montag veröffentlichten Bericht.

Aus Sicht der OECD müsse die Regierung weitere und gezieltere steuerliche Vorteile bereitstellen, bis die wirtschaftliche Erholung in vollem Gange ist.
Aus Sicht der OECD müsse die Regierung weitere und gezieltere steuerliche Vorteile bereitstellen, bis die wirtschaftliche Erholung in vollem Gange ist. - Foto: © shutterstock
Als Gründe dafür nannten die Wirtschaftsexpertinnen und -experten steuerliche Unterstützungen, die Impfungen gegen Covid-19 und die Lockerungen von Corona-Beschränkungen. Damit und mit den Geldmitteln aus dem Corona-Wiederaufbauplan könne das Bruttoinlandsprodukt (BIP) das Niveau von 2019 wieder erreichen.

Die OECD warnte allerdings davor, zu früh die Unterstützung für Firmen und Privatpersonen rückgängig zu machen. Dies könne zu mehr Pleiten, sinkender Beschäftigung und mehr Armut führen. Die Staatsverschuldung gemessen am BIP prognostizierten die OECD-Experten für das laufende Jahr bei rund 160 Prozent. Italien zählt zu den Ländern mit dem höchsten Wert in der EU. Die immer älter werdende Gesellschaft belaste die Staatsfinanzen zusätzlich.

Aus Sicht der OECD müsse die Regierung weitere und gezieltere steuerliche Vorteile bereitstellen, bis die wirtschaftliche Erholung in vollem Gange ist. Die Experten empfahlen außerdem, vorab einen mittelfristigen Haushaltsplan vorzustellen, der dann greife, wenn die Erholung anhält. Damit könne Italien seine Verschuldung reduzieren. Reformen in der öffentlichen Finanzierung könnte Italien außerdem schnelleres Wachstum sowie mehr und bessere Jobs fördern, wie die OECD weiter schrieb.



apa