Montag, 31. August 2020

Italiens Wirtschaft um 12,8 Prozent eingebrochen

Die Wirtschaft Italiens ist im zweiten Quartal stark eingebrochen. Das Statistikamt Istat teilte am Montag in Rom mit, dass die Wirtschaftsleistung im zweiten Quartal um 12,8 Prozent niedriger als im ersten Quartal 2020 ausgefallen ist. Damit ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP) so stark eingebrochen wie noch nie seit dem Beginn der Datenreihe 1995.

Alle Wirtschaftsbereiche seien vom Rückgang durch die Coronakrise betroffen.
Alle Wirtschaftsbereiche seien vom Rückgang durch die Coronakrise betroffen. - Foto: © shutterstock
Istat korrigierte die vorläufigen Angaben zum zweiten Quartal, die am 31. Juli veröffentlicht worden waren, nach unten. Der Rückgang, den Istat als „präzedenzlos“ bezeichnete, betraf alle Wirtschaftsbereiche – von der Landwirtschaft über die Industrie, bis zum Dienstleistungsbereich. Der Konsum sei im Land stark rückläufig. Die Ausgaben pro Familie sanken im zweiten Quartal um 12,4 Prozent.

Bauwirtschaft besonders betroffen

Beim Erwerb dauerhafter Waren kam es zu einem Minus von 21,4 Prozent.
Die Zahl der Arbeitsstunden sank um 13,1 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Besonders betroffen war die Bauwirtschaft mit einem Rückgang der gearbeiteten Stunden von 19,9 Prozent, teilte Istat mit.

Das Statistikamt rechnet mit einem BIP-Rückgang im Gesamtjahr 2020 um 14,3 Prozent, sollte es zu keinem Wachstum in den nächsten Quartalen kommen. Im ersten Quartal war Italiens Wirtschaftsleistung um 5,4 Prozent zurückgegangen.

Die italienische Wirtschaft wurde durch die Coronavirus-Krise besonders hart getroffen. 35.000 Personen sind wegen des Coronavirus in Italien gestorben.

apa

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