In Interviews mit „Die Welt“, „Repubblica Affari & Finanza“ und „Business Insider“ sprach er von „Scheinverboten, um uns zu stoppen“.<BR />„Deutschland ist der attraktivste Markt, den man sich vorstellen kann. <BR />Der Hochgeschwindigkeitsverkehr zählt dort über 100 Millionen Fahrgäste jährlich - doppelt so viele wie in Italien. Unsere Analyse zeigt, dass echter Wettbewerb die Nachfrage um mindestens 40 Prozent steigern könnte“, sagte La Rocca.<BR /><BR />Zugleich stellte er die Investitionsentscheidungen des Unternehmens<BR />infrage: „Es ist nicht möglich, 3,6 Milliarden Euro zu investieren, ohne zu wissen, ob wir langfristig überhaupt operieren dürfen.“ Italo sei ein privates Unternehmen mit industriellen und institutionellen Anteilseignern, darunter die Reederei MSC (Mediterranean Shipping Company), der US-Investmentfonds BlackRock, sowie der deutsche Versicherer Allianz. Man akzeptiere Wettbewerbsrisiken, benötige jedoch Rechtssicherheit. „Das sind die normalen Risiken der Branche. <BR /><BR />Aber wir brauchen zumindest die Sicherheit, dass die Züge, die wir kaufen, auch tatsächlich fahren dürfen“,so La Rocca Hintergrund sind auch mögliche rechtliche Schritte seitens Philipp Nagl, Vorstand des deutschen Infrastrukturbetreibers InfraGO, sollte Italo die geforderten Bedingungen durchsetzen wollen. La Rocca reagierte scharf: „Ich finde das unglaublich. Wie kann man mit einer Klage drohen, bevor überhaupt eine Entscheidung gefallen ist?“ Von einem Infrastrukturbetreiber erwarte man Neutralität. „Er sollte als unabhängige dritte Partei handeln“, so La Rocca abschließend.<BR /><BR />Italo will ab 2028 mit 30 Hochgeschwindigkeitszügen deutsche Großstädte verbinden. Das Unternehmen verweist auf Italien, wo der Wettbewerb im Hochgeschwindigkeitsverkehr zu niedrigeren Preisen und mehr Fahrgästen geführt hat. Palla hält einen solchen Effekt in Deutschland für unwahrscheinlich: Das Schienennetz sei bereits stark ausgelastet, zusätzlicher Fernverkehr vielerorts nur begrenzt möglich.<BR /><BR /> <a href="https://www.stol.it/artikel/wirtschaft/italo-plant-einstieg-in-deutschland-palla-kritisiert-forderungen" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">Die Südtirolerin Palla hatte Italo u.a. vorgeworfen, sich die rentabelsten Strecken aussuchen zu wollen.</a> Zudem sei der deutsche Bahnmarkt schon heute „der wettbewerbsintensivste Europas“. Über den Markteintritt soll bis Ende Juni die zuständige deutsche Behörde entscheiden.