Das Land werde im Vergleich zu den anderen Ländern der Eurozone immer weiter zurückfallen, falls sich die Wachstumsaussichten nicht deutlich verbessern, urteilte der IWF in einem am Montag veröffentlichten Länderbericht zu Italien.Stiefelstaat vielen Risiken ausgesetztDie wirtschaftliche Entwicklung der drittgrößten Volkswirtschaft der Eurozone sei vielen Risiken ausgesetzt. In den vergangenen drei Jahren hat demnach zwar ein zögerliches Wirtschaftswachstum eingesetzt.Das Beschäftigungs- und Produktionsniveau sei aber weiterhin schwach, schreibt der IWF. Bei einem moderaten Wachstumsausblick dürfte die italienische Wirtschaft erst in mehreren Jahren ihr Vorkrisenniveau erreichen. Damit würde der Abstand zu den anderen Ländern der Eurozone weiter steigen.IWF erwartet nur schwaches WachstumDer IWF hat seine Prognose für das italienische Wirtschaftswachstum für das laufende Jahr von 0,8 Prozent auf 1,3 Prozent angehoben. Das Land profitiere von der gesamteuropäischen Entwicklung. In den Jahren 2018 bis 2020 erwartet der Fonds aber nur ein vergleichsweise schwaches Wachstum von im Schnitt einem Prozent pro Jahr.Großer ReformbedarfItalien müsse dringend Reformen umsetzten, forderte der IWF. Die Lohnfindung müsse reformiert, die Probleme der Banken mit faulen Krediten gelöst und die Haushaltsdisziplin beibehalten werden.Italien habe in den vergangenen Jahren von günstigen Umständen profitiert. Der IWF verwies auf die lockere Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) und die niedrigen Ölpreise. Dieses günstige Umfeld werde nicht dauerhaft bestehen, warnte der Fonds.apa/dpa