Dienstag, 12. Juli 2016

Ja zu direktem Auftrag an SAD AG

Die Landesregierung hat am Dienstag den Willen bekräftigt, die Bahndienste, die die SAD AG derzeit durchführt, bis 2024 direkt an die SAD AG zu vergeben.

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Foto: © STOL

Mit der direkten Vergabe des Dienstleistungsauftrages an die SAD AG für die Durchführung von Eisenbahndiensten in der Zuständigkeit des Landes Südtirol für weitere acht Jahre nach 2017 soll vor allem die Qualität der Dienste beibehalten und weiter verbessert werden. Betroffen sind die lokalen Bahndienste, die bis Juli 2017 bereits von der SAD AG in Konzession geführt werden. Der neue Vertag endet zugleich mit der Fälligkeit des vom Land 2015 mit der italienischen Eisenbahngesellschaft Trenitalia abgeschlossenen Dienstleistungsauftrags.

Die SAD AG, so die Zielsetzung, muss während der Laufzeit des Vertrags die lokalen Bahndienste weiter optimieren und speziell grenzüberschreitende Projekte fördern, sowie Ressourcen bestmöglich einsetzen. Außerdem soll der Fuhrpark durch den Kauf von weiteren sieben Zuggarnituren erweitert werden.

Gleich wie im Dienstleistungsvertrag mit Trenitalia wird auch hier der Qualität der Dienstleistungen, der Effizienz und vor allem der Kundenzufriedenheit ein Hauptaugenmerk gewidmet. Als Anreiz sind Prämien vorgesehen. Gemeinsam mit der Verbraucherzentrale Südtirol soll eine Qualitätscharta für die Dienstleistung ausgearbeitet werden

Laut EU-Bestimmungen können Eisenbahndienste direkt mit Dienstleistungsauftrag vergeben werden und müssen nicht verpflichtend ausgeschrieben werden. „Sowohl mit Trenitalia als auch mit SAD gibt es im lokalen Bahnverkehr eine sehr gute und konstruktive Zusammenarbeit, und das möchten wir im Sinne unserer Fahrgäste beibehalten“, sagt Mobilitätslandesrat Florian Mussner. Nach dem heutigen OK seitens der Landesregierung können nun konkrete Verhandlungen mit SAD zur Ausarbeitung des Dienstleistungsvertragesaufgenommen werden, um einen für Südtirols Bahnverkehr maßgeschneiderten Vertrag zu Papier zu bringen.

stol