Im Februar kletterte die Jugendarbeitslosenrate auf 31,9 Prozent, berichtet das Statistikamt Istat. Jeder dritte Jugendliche im Alter von 15 bis 24 Jahren findet demnach keine Arbeit. Im Vergleich zum Vormonat ist die Jugendarbeitslosenrate um 0,9 Prozentpunkte gestiegen, gegenüber Februar 2011 gar um 4,1 Prozentpunkte. Seit sechs Monaten infolge lag die Jugendarbeitslosigkeit über der Schwelle von 30 Prozent.Im Durchschnitt lag die Jugendarbeitslosenrate im Jahr 2011 bei 29,1 Prozent. Im vierten Quartal lag die Jugendarbeitslosigkeit bei 32,6 Prozent. Das ist der höchste Stand seit 1992.Am höchsten war die Arbeitslosenrate unter den weiblichen Jugendlichen in Süditalien: Sie betrug durchschnittlich 44,6 Prozent (49,2 Prozent im vierten Quartal).Arbeitslosigkeit bei 9,2 ProzentDie Arbeitslosenquote unter den Jugendlichen liegt deutlich über der durchschnittlichen Arbeitslosigkeit in Italien: Die Zahl der Arbeitslosen in Italien ist im Februar auf 2,354 Millionen gestiegen.Generell lag die Arbeitslosenquote in Italien im Februar bei 9,3 Prozent. Damit ist sie seit Jänner um 0,2 Prozentpunkte, im Vergleich zum Vorjahr um 1,2 Prozentpunkte gestiegen. Auch hier handelt es sich um den höchsten Wert seit Jänner 2004.2011 lag die durchschnittliche Arbeitslosenquote – wie bereits 2010 – bei 8,4 Prozent.Zum Vergleich: In der Eurozone betrug die Arbeitslosenquote im Februar 10,8 Prozent. Seit beinahe 15 Jahren war sie nicht mehr so hoch.Österreich hat in der EU mit einer Quote von 4,2 Prozent weiterhin die niedrigste Arbeitslosenrate. An zweiter Stelle liegen die Niederlande mit 4,9 Prozent vor Luxemburg (5,2).Schlusslicht bleibt Spanien mit 23,6 Prozent, in Griechenland liegt die Arbeitslosenrate bei 21 Prozent. Südtirol: Höchste Arbeitslosenzahl der letzten 20 JahreAuch in Südtirol ist die Arbeitslosigkeit im Steigen: Die Arbeitslosenquote betrug im Jahr 2011 3,3 Prozent, wobei die Arbeitslosigkeit der Frauen (3,8 Prozent) konstant höher als jene der Männer (3,0 Prozent) ist. Diese Daten hat das Landesstatistikinstitut Astat am heutigen Montag veröffentlicht. Die Zahl der Arbeitsuchenden hat - im Jahresmittel betrachtet - erstmals seit über 20 Jahren die 8000er Marke überschritten. Die Erwerbsquote belief sich hingegen auf 73,5 Prozent, wobei auch hier große Unterschiede zwischen den Geschlechtern bestehen (81,3 Prozent bei den Männern und 65,5 Prozent bei den Frauen).Von allen Personen im Alter von mindestens 15 Jahren waren im Berichtsjahr 170.500 weder erwerbstätig noch aktiv auf Arbeitsuche, also am Arbeitsmarkt nicht beteiligt. Dies entspricht einem Anteil von 40,7 Prozent. Bei den Frauen beläuft er sich auf 49,1 Prozent und bei den Männern auf 31,9 Prozent.CGIL besorgtDer stärkste Gewerkschaftsverband CGIL erklärte sich wegen des neuen Anstiegs der Arbeitslosigkeit besorgt. Die linke Gewerkschaft rief die Regierung Monti auf, angesichts der schwierigen Beschäftigungslage auf ihre Pläne zur Auflockerung des Kündigungsschutzes zu verzichten. Diese Pläne sind in der Arbeitsmarktreform enthalten, die jetzt vom Parlament überprüft werden. Gegen die Arbeitsmarktreform plant der CGIL-Verband im Mai einen achtstündigen Generalstreik. stol/apa