Zwischen 2022 und 2024 hat sich die Anzahl der Italiener, die Kryptowährungen (z.B. Bitcoin) in ihrem Portfolio halten, mehr als verdoppelt. Und zwar von 8 auf 18 Prozent; das entspricht fast jedem Fünften. Ebenso ist der Anteil der Personen, die in nachhaltige Anlageprodukte investieren, von 11 auf 20 Prozent gestiegen. Dies zeigt eine aktuelle Erhebung der Consob über die Anlageentscheidungen der Familien. <h3> Wo sich Anleger informieren</h3>Laut dem Consob-Bericht sind Soziale Medien die primäre Informationsquelle für jeden zweiten Italiener im Alter von 18 bis 34 Jahren (58 Prozent). <BR /><BR />Betrachtet man alle Altersgruppen, stehen Soziale Netzwerke mit einem Anteil von 36 Prozent an dritter Stelle – nach dem Internet (67 Prozent) und dem Fernsehen (43 Prozent), wenn es um die bevorzugte Informationsquelle für Anlageentscheidungen geht. <BR /><BR />Die Tendenz, Social Media heranzuziehen, sei besonders ausgeprägt bei Personen mit niedrigen Finanzkenntnissen und geringeren Investitionsmöglichkeiten. Es erhöhe jedoch das Risiko, in Finanzbetrügereien zu geraten oder uninformierte Anlageentscheidungen zu treffen, heißt es in dem Bericht. <h3> Kapitalschutz an erster Stelle</h3>Die Untersuchung, die im ersten Quartal dieses Jahres unter über 2000 Italienern durchgeführt wurde, zeigt zudem, dass das vorrangige Ziel bei den Anlageentscheidungen der Kapitalschutz (81 Prozent) ist, während 55 Prozent der Befragten die Vermehrung des Vermögens anstreben.<h3> Vorsicht trifft Risikofreude</h3>Insgesamt stellt die Consob fest, dass die Italiener einerseits zwar nach wie vor sehr konservative Anleger sind. Dies zeigt sich daran, dass die Mehrheit vor allem in Einlagenprodukte (z.B. Festgeld) sowie italienische Staatsanleihen investiert. Andererseits habe auch die Welt der Kryptowährungen einen Platz im Bewusstsein viele Anleger erobert. Doch während einige diesen digitalen Währungen großes Potenzial zuschreiben, merkt die Aufsichtsbehörde an, dass der Boom der Kryptowährungen in Italien eher einer Modeerscheinung gleicht. <BR /><BR />Viele Investoren in Italien seien offenbar ohne umfassende Kenntnisse der spezifischen Merkmale dieser Vermögensklasse, die zu den Hochrisikoanlagen zählt, auf den Kryptozug aufgesprungen.