Samstag, 12. Dezember 2020

Jeder vierte Italiener verzichtet wegen Coronakrise auf Geschenke

Die Coronakrise und die Unsicherheit über die Dauer der Pandemie belasten den Konsum in Italien.

Die Coronakrise und die Unsicherheit über die Dauer der Pandemie belasten den Konsum in Italien.
Die Coronakrise und die Unsicherheit über die Dauer der Pandemie belasten den Konsum in Italien. - Foto: © APA (Archiv/dpa) / Karl-Josef Hildenbrand
Ein Viertel der Italiener wird Angehörige und Freunde nicht beschenken, wie aus einer Umfrage des Handelsverbands Confcommercio hervorgeht. Dies sei auch den strengen Anti-Covid-Vorschriften der Regierung zuzuschreiben, die Feierlichkeiten nur im engsten Kreis zusammenlebender Familienmitglieder ermöglichen.

Lediglich 17,3 Prozent des Weihnachtsgeldes soll dem Erwerb von Geschenken dienen. 67 Prozent des Betrages soll der Zahlung von Rechnungen, Steuern und Ausgaben für die Wohnung dienen, geht aus der Umfrage hervor.

Laut Angaben von Confcommercio werden die Italiener zu Weihnachten 7,3 Mrd. Euro ausgeben, das sind 18 Prozent weniger als im Vorjahr. Der Handel rechnet in Italien im Gesamtjahr 2020 mit einem Rückgang der Wirtschaftsleistung von zehn Prozent.

In Italien herrscht wegen des starken Konsumeinbruchs Alarmstimmung. Wegen des Teil-Lockdowns in mehreren Regionen blieben alle Geschäfte mit Ausnahme von Supermärkten und Apotheken wochenlang geschlossen. Ab kommendem Sonntag werden die meisten italienischen Regionen wieder gelb eingestuft. Damit können Geschäfte wieder öffnen.

apa